«Über das IPO wollten wir mindes-tens 60 Mio Fr. aufnehmen, um unsere Verschuldung zu reduzieren und weitere Akquisitionen tätigen zu können. Dies ist uns geglückt», kommentiert Burkhalter-CEO Marco Syfrig den am 20. Juni erfolgten Börsengang der Elektroinstallationsfirma. Die Publikumsöffnung war allgemein als Misserfolg bezeichnet worden, nachdem die Aktienplatzierung am unteren Ende der Bookbuilding-Spanne erfolgte und die Titel im Laufe des ersten Handelstages nochmals um zeitweise 5% eingebrochen waren.

Laut Syfrig spricht für den Business-Case seiner Firma, dass die Platzierung im aktuellen Umfeld überhaupt geglückt ist. «Bei den Aktionären handelt es sich um kleinere Fonds aus dem In- und Ausland, die an die Wachstumsstory der Gesellschaft glauben», so der Firmenchef. Die tiefen Handelsvolumina der letzten Tage bei Kursen um 115 Fr. sieht er als Zeichen, dass sich kein Investor von den Titeln trennen wolle.

Keine Alternative zum IPO

Eine Alternative zum Börsengang ist für Syfrig trotz des schwierigen Marktumfelds und des Preisdrucks seitens der Investoren nicht in Frage gekommen. «Wir hätten ein Private-Equity-Haus an Bord holen können, doch ist unser Konzept nur dann erfolgreich, wenn wir weiterhin selbstständig bleiben», ist der Burkhalter-Chef überzeugt. Die Gruppe will in der Schweiz als Gesamtanbieterin von Elektrotechnikleistungen Marktanteile gewinnen und gleichzeitig die Rentabilität steigern. Dazu ist organisches und akquisitorisches Wachstum geplant.

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