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Zittern vor den Facebook-Zahlen

Warten auf die Facebook-Zahlen: Die Aktie ist eh schon gebeutelt. (Bild: Keystone)

Zum ersten Mal seit dem Börsengang präsentiert Facebook heute Zahlen. Viele Beobachter rechnen mindestens mit einer Abschwächung des Wachstums. Ein böses Omen am Vorabend lässt die Anleger zusätzlich

Veröffentlicht am 26.07.2012

Diese Nachricht ist Gift für die Facebook-Aktie: Die Börse hat nach erneut enttäuschenden Zahlen jede Geduld mit Zynga verloren. Die Aktie des Online-Spieleanbieters stürzte kurz nach der Wall-Street-Eröffnung am Donnerstag um 40,50 Prozent ab auf 3,03 Dollar.

Das schwache Abschneiden belastet auch die Papiere des Partners Facebook, denn Zynga steuerte zuletzt 15 Prozent zum gesamten Facebook-Umsatz bei. Facebooks Aktie sackte in der Folge rund 6 Prozent auf 27,57 Dollar ab.

Der «Farmville»-Erfinder Zynga hatte seine Aktie erst im Dezember zum Preis von 10 Dollar an die Börse gebracht. Von April bis Juni verlor der Spieleentwickler nun fast 23 Millionen Dollar und kappte obendrein auch noch seine Jahresprognose. Neue Games kommen später heraus als geplant und bestehende Titel verlieren Spieler. Das Umfeld auf Facebook sei «herausfordernder» geworden, erklärte Zynga.

Am Abend wird Facebook nun selbst Zahlen vorlegen. Die Anspannung vor der ersten Zahlenvorlage des Sozialen Netzwerks als börsennotiertes Unternehmen ist gross. In den vergangenen Tagen kursierte die Meldung, dass Facebook die ersten Nutzer weglaufen. Viele Beobachter rechnen mindestens mit einer Abschwächung des Wachstums.

Werbetreibende wenden sich ab

Sorgen bereitet vor allem das Mobilgeschäft von Facebook. Viele Nutzer halten mittlerweile über die Smartphone-App den Kontakt zu ihren Freunden. Die kleinen Bildschirme der Telefone erlauben es aber kaum, Werbung zu zeigen - die Haupteinnahmequelle von Facebook.

Erschwerend kommt hinzu, dass umstritten ist, ob die Werbeanzeigen auf der normalen Website die Nutzer erreichen. Der prominenteste Werbetreibende, der sich zumindest zwischenzeitlich abgewandt hatte, war der US-Autobauer General Motors.

Beim Börsengang im Mai hatten Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und andere Investoren die Papiere noch zu 38 Dollar unters Volk gebracht. Schon kurz nach dem Start war die Aktie in die Tiefe gerauscht. Seitdem ist Facebook bei vielen Anlegern in Ungnade gefallen.

(tno/vst/awp)

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