Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat im ersten Halbjahr 2015 mehr Ertrag und mehr Gewinn als im Vorjahr erwirtschaftet. Der Betriebsertrag lag in den ersten sechs Monaten mit 1'101 Millionen Franken deutlich über dem Vorjahreswert von 989 Millionen, wie das Institut mitteilte. Er konnte sowohl aus eigener Kraft als auch durch die Akquisition von Swisscanto um 11,2 Prozent gesteigert werden, heisst es.

Der Bruttogewinn stellte sich bei 420 Millionen Franken ein, verglichen mit 388 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte ein um 16,9 Prozent höherer Konzerngewinn von 393 Millionen Franken.

Mehr aus dem Zinsgeschäft

Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft fiel leicht höher aus. Er stieg im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf 549 Millionen. Stark konnten der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie aus dem Handelsgeschäft deutlich verbessert werden, heisst es weiter. Bei ersterem resultierte eine Zunahme von 14,5 Prozent auf 318 Millionen bei letzterem um 39,2 Prozent auf 213 Millionen.

Die Kundenvermögen nahmen im ersten Halbjahr um 63,4 Milliarden auf 262,1 Milliarden zu. Der grösste Teil der Zunahme stammt dabei aus der Akquisition der Swisscanto Holding. Zudem erzielte das Institut einen Netto-Neugeld-Zufluss von 2,5 Milliarden.

Optimismus für Jahr 2015

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Jahresultimo 2014 um rund 2,2 Prozent und betrug 161,8 Milliarden. Das Eigenkapital belief sich zur Jahresmitte auf 10,1 Milliarden Franken, bei der Gesamtkapitalquote wies die ZKB einen Wert von 18,2 Prozent aus.

Anzeige

Die Unsicherheiten an den internationalen Märkten würden auch im zweiten Halbjahr bestehen bleiben, heisst es bei der ZKB im Ausblick auf das Gesamtjahr. Ferner seien die Auswirkungen des starken Frankens auf die Schweizer Wirtschaft und das Zinsumfeld im Auge zu behalten. Ohne weitere wirtschaftliche Eintrübung erwarte die ZKB aber ein «ansprechendes» Ergebnis.

(awp/chb/me)