Die Einfuhrbestimmungen Brasiliens sind bei Schweizer Exporteuren gefürchtet. Erfahrung mit der üppigen Zoll-Bürokratie machte jetzt auch der Schweizer Fussballverband.

Eine erste Materiallieferung über 1,5 Tonnen für die Schweizer Nationalmannschaft war tagelang am Zoll blockiert. Die Brasilianer pochten auf eine pingelige Deklaration von sämtlichem Material. Trikots, Hosen, T-Shirts, Trainingsanzügen und Socken mussten einzeln deklariert werden, nach Grösse, Farbe, ja sogar den exakten Anteil von Baumwolle und Viskose je Textilie wollten die strengen Brasilianer in den Einfuhrlisten aufgeschlüsselt haben.

Tagelanger Papierkrieg

Nach tagelangem Papierkrieg und Abwarten gaben die Brasilianer diesen Samstag grünes Licht für die Materiallieferung, wie Marco von Ah, Kommunikationschef des Fussballverbands, bestätigt.  «Wir haben keine Anzeichen mehr, dass etwas nicht klappen könnte oder blockiert sei.» Schon bald soll die Ware – frisch sortiert und gezählt – im Teamlager in Porto Seguro im Bundesstaat Bahia eintreffen.

Anzeige

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.