Bei der Vergabe von Aufträgen der Stadt Zürich an die IT-Firma Fritz & Macziol gibt es keine Hinweise auf Korruption. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der Finanzkontrolle der Stadt Zürich. Gegen die IT-Firma aus dem Kanton Zug wird im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre rund um das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ermittelt.

Organisation und Informatik Stadt Zürich (OIZ) hatte dem IT-Unternehmen seit 2006 Aufträge im Wert von 20,8 Millionen Franken vergeben. Ende Januar hatte der zuständige Zürcher Stadtrat, Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne), die Finanzkontrolle beauftragt, die Geschäftsbeziehungen der OIZ mit der IT-Firma zu untersuchen.

Bei Stichproben keine Transaktionen aufgefallen

Nun liegt der Bericht der Finanzkontrolle vor, wie das Finanzdepartement der Stadt Zürich mitteilte. Bei der Beurteilung des Finanzdepartements gebe es keine Hinweise auf Korruption.

«Aus der stichprobenweisen Prüfung der Buchhaltung sind keine Zahlungen und/oder Transaktionen aufgefallen, die einen Verdacht auf mögliche Vorteilsnahmen ergeben», schreibt die Finanzkontrolle.

Leupi hat den Bericht der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich zukommen lassen. Diese ermittelt unter anderem gegen einen ehemaligen OIZ-Mitarbeiter.

Die Korruptionsaffäre war Ende Januar aufgedeckt worden. Demnach soll ein Seco-Ressortleiter zusammen mit Komplizen bei der IT-Firma korrupte Geschäfte getätigt haben. Dem IT-Unternehmen sollen überteuerte Aufträge in Millionenhöhe zugeschanzt worden sein. Im Gegenzug soll der Ressortleiter Geschenke wie etwa VIP-Tickets für Fussballspiele angenommen haben.

(sda/chb)

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