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Zürich buhlt um Chinas Grossbanken

CCB in Peking: Bald schon eine Niederlassung in Zürich? Bloomberg

Eine Delegation aus Zürich reist nach Peking um die Chefs der grössten Banken zu treffen. Diese sollen sich in der Limmatstadt ansiedeln. Erst eine Bank hat von der Regierung grünes Licht gekriegt.

Von Sven Millischer
am 18.03.2015

Nächste Woche reist eine hochrangige Zürcher Delegation aus Behörden- und Wirtschaftsvertretern nach Peking, um die Chefs der grössten chinesischen Banken zu treffen, schreibt die «Handelszeitung». Es handelt sich um die sogenannten «Big Four» - China Construction Bank, Industrial and Commercial Bank of China, Agricultural Bank of China ABC und Bank of China BoC.

«Alle vier Banken haben an einer Filiale in Zürich grundsätzlich Interesse signalisiert», sagt FDP-Nationalrat Hans-Peter Portmann, der als Vertreter des Zürcher Bankenverbands an der Reise teilnimmt. Mit im Gepäck hat die Delegation, welche auch die die Chefs der Standortförderung und des Wirtschaftsamtes umfasst, eine unterschriftsreife Absichtserklärung zur Ansiedlung. Das letzte Wort habe in China aber stets der Staat, so Initiant Portmann.

Grünes Licht für China Construction Bank

Dabei handelt es sich um die chinesische Zentralbank, welche die Internationalisierung seiner staatsnahen Finanzinstitute minutiös orchestriert. Im konkreten Fall bedeutet dies, dass bisher einzig die China Construction Bank ( CCB) grünes Licht für die Limmatstadt erhalten hat. Derzeit stellt eine renommierte Zürcher Wirtschaftskanzlei im Auftrag der CCB die Dokumente für einen Antrag auf eine Schweizer Banklizenz zusammen.

Wann die Eingabe an die Finanzmarktaufsicht Finma erfolgt, ist offen. Im Frühherbst plant die CCB, ihre Schweizer Dependance mit rund 40 Mitarbeitern zu eröffnen. Offenbar wollen die Chinesen in die bisherigen Räumlichkeiten der britischen Grossbank HSBC an der Bederstrasse im Zürcher Enge-Quartier einziehen.

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