DERIVATIVE . Kaum einer kennt sowohl den Schweizer als auch den deutschen Finanzmarkt so gut wie der CEO der Deutschen Börse, Reto Francioni.

«Mir als Schweizer ist Zürich als Ausrichtungsort ein besonderes Anliegen», gestand er in seiner Eröffnungsrede an der ersten Schweizer Messe für strukturierte Produkte. Als einer der führenden Finanzplätze und Standort einer hoch innovativen Börse sei Zürich auch eine führende Finanzmesse wert, würdigte der eher medienscheue Börsenchef die Limmatstadt vor ihrer anwesenden Finanz- und Bankenwelt.Keine Anlagekategorie ist in den vergangenen Jahren derart gewachsen wie diejenige der strukturierten Produkte. Heute kennt die Schweiz bereits über 18 000 gelistete Produkte. Den Messebesuchern in Zürich boten zahlreiche Stände und Präsentationen eine Übersicht über die zahlreichen Angebote. Zu den Highlights der Messe gehörten auch Fachreferate wie diejenigen von Rohstoffexperten Jim Rogers

oder Erich Wasescha,

dem Leiter des Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP). An einem Roundtable spekulierten zudem Zeno Staub,

Vontobel Investment Banking, Rudolf Volkart,

Swiss Banking Institute, und Mark Bürki

von Swissquote sowie Erwin Heri,

Valartis Group, über die mögliche Weiterentwicklung der Produktekategorien. Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Martin Spieler,

Chefredaktor der «Handelszeitung».Orientierungshilfe in der Fülle der Produkte leistet der Swiss Derivative Guide. Mit berechtigtem Stolz präsentierten Ralph Büchi,

CEO Axel Springer Schweiz, und Steffen Tolle,

Geschäftsführender Teilhaber der Privatbank Wegelin & Co., dem Messepublikum dessen dritte Ausgabe. Tolle und sein Autorenteam Hanspeter Wohlwend,

Boris Hutter

und Patrik Rüthemann

gaben sich dabei überzeugt, dass der Boom weiter anhalten werde und es für Privatanleger deshalb wichtig zu wissen sei, wie die Produkte funktionieren und sich allenfalls beraten zu lassen. Und genau dafür bot die zweitägige Messe den nötigen Raum.