Das Immobilienunternehmen Zug Estates hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2015 unter Ausklammerung des markant gestiegenen Neubewertungserfolgs einen um 2,9 Prozent höheren Betriebsertrag von 31 Millionen Franken erwirtschaftet. Dabei nahm der Liegenschaftenertrag um 4,3 Prozent auf 19,1 Millionen zu, wie das Unternehmen mitteilt. Der Bereich Hotel und Gastronomie verzeichnete einen Zugang um 0,7 Prozent auf 10,1 Millionen. Der Betriebsaufwand stieg demgegenüber relativ deutlich um 6,2 Prozent auf 12,4 Millionen Franken.

Aufgrund des Neubewertungserfolgs - über dessen Entwicklung Zug Estates bereits Mitte Juli informiert hatte (32,7 Millionen Franken vs. 10,5 Millionen im Vorjahr) - sprang das Betriebsergebnis Ebit auf 49,5 Millionen Franken nach 27,2 Millionen im Vorjahr. Der Reingewinn kam bei 39,4 Millionen zu liegen nach 21,2 Millionen. Unter Ausklammerung des Neubewertungserfolgs resultiert unter dem Strich allerdings ein Rückgang um 3,5 Prozent auf 11,5 Millionen Franken.

Bilanzwert stieg

Der Bilanzwert des gesamten Portfolios stieg im Jahresverlauf um 3,1% und kam Ende Juni (ohne Betriebsliegenschaften) bei 1,04 Milliarden Franken zu liegen. Der Leerstand in den Renditeliegenschaften, die zusammen einen Bilanzwert von 997 Millionen (Ende 2014 900 Millionen) ausmachen, hat auf das Jahr gesehen zugenommen. Am Bilanzstichtag lag die Quote bei 6,4 Prozent nach 4,4 Prozent Ende 2014.

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Für das laufende Geschäftsjahr stellt Zug Estates nun eine «leichte» Steigerung des Betriebsergebnisses vor Abschreibung und Neubewertung in Aussicht. Zuvor galt eine Steigerung im «mittleren einstelligen Prozentbereich» als Zielgrösse. Der Erfolg aus Neubewertung Renditeliegenschaften werde zu einer Steigerung des Konzernergebnisses führen, heisst es weiter. Die Leerstandquote wird per Ende 2015 rückläufig erwartet.

Ferner werden im Bereich Immobilien insgesamt operativ steigende Erträge erwartet. Aufgrund der Veräusserung von zwei Liegenschaften und der referenzzinssatzbedingten Senkung der Wohnungsmieten per Anfang Oktober 2015 würden jedoch jährliche Mieterträge von rund 1,9 Millionen Franken entfallen, wie es heisst. Für das Segment Hotel und Gastronomie werden die Ertragsaussichten gleichbleibend eingeschätzt. In das Immobilienportfolio sollen im Jahresverlauf insgesamt rund 50 Millionen Franken investiert werden, wie es heisst.

(awp/chb)