Die Zuger Kantonalbank (ZGKB) hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres 2015 trotz des schwierigen Umfelds mit Negativzinsen die Gewinnzahlen leicht verbessert. Der Bruttogewinn erhöhte sich um 3,5 Prozent auf 52,7 Millionen und der Reingewinn lag mit 30,9 Millionen Franken um 2,3 Prozent über dem Wert der Vorjahresperiode, wie das Institut am Freitag mitteilte.

In ihrem wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, konnte die ZGKB bei einem weiteren Hypothekenwachstum den Ertrag mit 77,0 Millionen Franken (-0,1 Prozent) knapp halten. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ging dagegen um 3,8 Prozent auf 17,2 Millionen Franken zurück. Im Handelsgeschäft resultierte ein deutlich höherer Erfolg von 7,2 Millionen Franken (+27 Prozent).

Bilanzsumme expandiert

Der Geschäftsaufwand konnte in der Berichtsperiode um 1,6 Prozent auf 50,7 Millionen Franken verringert werden, wie die Bank weiter mitteilte. Das Kosten/Ertrags-Verhältnis verbesserte sich in der Folge auf 49,0 Prozent, nachdem diese Kennzahl in der Vorjahresperiode noch 50,3 Prozent betragen hatte.

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Die Hypothekarforderungen stiegen in den ersten sechs Monaten mit einem Plus von 3,7 Prozent auf 11,2 Milliarden Franken. Damit bleibe die Bank in der Wirtschaftsregion Zug führen bei den Immobilienfinanzierungen. Die Kundengelder nahmen gleichzeitig um 3,1 Prozent auf 9,4 Milliarden zu. Die Bilanzsumme der ZGKB expandierte um 5,5 Prozent auf 14,6 Milliarden Franken.

Volatile Finanzmärkte

Für das Gesamtjahr 2015 verweist die ZGKB auf das anhaltend tiefe Zinsniveau und die volatilen Finanzmärkte. Der Immobilienmarkt in der Wirtschaftsregion Zug sei aber nach wie vor gesund und bewege sich auf stabil hohem Niveau. Mit dieser Ausgangslage gehe die Bank davon aus, «im laufenden Geschäftsjahr die kontinuierliche Entwicklung der Vorjahre fortzusetzen», heisst es.

(awp/me/hon)