Die zahlreich erschienenen Besucher können sich auf ein brandneues Thema freuen, erklärte SGO-Präsident Markus Sulzberger zu Beginn. «Vorsprung gewinnen ist heute angesagt», und dazu eigne sich Business Wargaming bestens. Aktuell sei dieses Thema auch deshalb, weil das druckfrische Buch «Business Wargaming - Unternehmenswert schaffen und schützen» aufliege und die beiden Autoren als Teilnehmer gewonnen werden konnten. Autor Daniel F. Oriesek erläuterte die zentralen Aspekte und Konzepte des Business Wargaming. Der Begriff sei zum ersten Mal 1958 formuliert worden und, wie der Name verrät, an militärische Strategien angelehnt. Auch im Businessumfeld gelte: «Das Wichtigste sind die strategischen Fragen am Anfang.» Co-Autor Jan Oliver Schwarz führte diese Aussage weiter: «Bei Business Wargaming geht es um die Planung und die Vorhersage der Zukunft.» Spielerisch würden mögliche Szenarien durchgegangen, wobei es fundamental sei, möglichst engagiert ans Werk zu gehen.

Stephan Rietiker, ehemaliger CEO von Sulzer Medicals, berichtete von seiner Erfahrung mit Business Wargaming aus erster Hand. Bei der Annahme seines Mandates sah er sich aufgrund von Milliardenklagen aus den USA gezwungen, diese Strategie anzuwenden. Es galt, «das Undenkbare zu denken und einer Situation von hoher Komplexität im Zeitraffer zu begegnen». Dank Business Wargaming konnte der Turnaround innerhalb von sechs Wochen sichergestellt werden. Luigi

Pedrocchi ergänzte: «Es ist eminent wichtig, dass die Unternehmensspitze geschlossen hinter dem Business Wargaming steht.» Zudem sei die Themenwahl entscheidend und auch das Nachfassen, also die Analyse danach, sehr wichtig. Auch Ulrich Zwygart wusste wichtige Aspekte des Business Wargaming zu vermitteln. Seine Erfahrungen hätten gezeigt, dass die optimale Einstellung des Managements und der Managing Director fundamental sei. Ausserdem müsse sichergestellt werden, dass die strategischen Ziele nahtlos auf die operative Ebene des Daily Business übertragen würden.

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