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Zur Nachrüstung: PubliBike zieht alle Velos in Bern ein

PubliBike in Bern: Momentan im Service.

Die Berner Leihvelo-Flotte von PubliBike steht still. PubliBike zieht per sofort alle Leihvelos in Bern ein und rüstet sie nach.

Veröffentlicht am 20.08.2018

Langfinger haben auch an diesem Wochenende in Bern ihr Unwesen getrieben. Nachdem bereits in den vergangenen Wochen in Bern mehrere hundert Leihvelos von PubliBike geknackt worden waren, hatte die Postautotochter PubliBike am Freitag eine Nachrüstung der Veloschlösser angekündigt. 

Bis Freitag sei man davon ausgegangen, dass der Betrieb weitergeführt werden könne, da an den Stationen noch genügend Velos zur Verfügung gestanden seien, schreibt Publi-Bike in der aktuellen Medienmitteilung. Doch am Wochenende habe es eine starke Zunahme der «unrechtmässigen Nutzungen» gegeben und Kundinnen und Kunden hätten nur noch wenige Leihvelos benutzen können.

Gratismonat für Abonnenten

Aus diesem Grund werde der Betrieb in Bern unterbrochen und alle Velos per sofort eingezogen und nachgerüstet. Die nachgerüsteten Velos sollen sukzessive in Betrieb genommen werden. Spätestens in zwei Wochen soll laut Mitteilung wieder ein zufriedenstellendes Angebot vorhanden sein. Berner Abonnenten werden von PublikBike mit einem Abo-Gratismonat entschädigt.

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Der Startschuss für das Veloverleihsystem PubliBike in Bern war erst Ende Juni erfolgt. An 70 Stationen standen 700 Velos, die Hälfte davon E-Bikes, zur Verfügung. 

Leicht zu knacken

An den PubliBike-Stationen können Velos und E-Bikes gegen ein Entgelt ausgeliehen werden. Nutzer müssen sich zuvor registrieren. Geöffnet wird das Fahrzeug mit einer Handy-Applikation. Abgerechnet wird über die dem Kundenkonto hinterlegte Kreditkarte. 

In den vergangenen Wochen zeigte sich vor allem in Bern, dass die Schlösser der Leihvelos von PubliBike einfach aufgebrochen werden können. Auch in Zürich wurden PubliBikes manipuliert, allerdings in weit geringerem Ausmass als in Bern.

(sda/ise)