Die Online-Apotheke und Ärztegrossistin Zur Rose ist 2016 um 5,4 Prozent gewachsen. Der Umsatz kletterte auf 880 Millionen Franken. Die im Herbst 2016 gestarteten intensivierten Marketingmassnahmen in Deutschland hätten Wirkung gezeigt, teilte Zur Rose am Mittwoch mit.

Die Tochter DocMorris konnte dadurch ihren Versandhandelsumsatz im letzten Quartal um rund 13 Prozent erhöhen. Im Gesamtjahr setzte DocMorris mit 361 Millionen Franken rund 10 Prozent mehr um als im Vorjahr. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem die Verkäufe rezeptfreier Arzneimittel.

In der Schweiz hingegen wurden genau diese Verkäufe durch einen Bundesgerichtsentscheid ausgebremst. Das Bundesgericht hatte 2015 entschieden, dass Zur Rose auch rezeptfreie Medikamente nicht ohne Rezept über ihren Onlineshop verkaufen darf.

Bald bei der Migros

Trotz dem «erfolgten Versandverbot von rezeptfreien Arzneimitteln» habe Zur Rose den Umsatz in der Schweiz 2016 um knapp 2 Prozent auf 531 Millionen Franken gesteigert, schreibt die Versandapotheke. 2015 hatte das Umsatzplus in der Schweiz 8 Prozent betragen.

Inzwischen setzt Zur Rose verstärkt auch auf stationäre Präsenz. Im August 2016 eröffnete sie beim Hauptbahnhof Bern ihren ersten Flagshipstore, wo unter anderem online bestellte Medikamente abgeholt werden können. Zudem überlässt Detailhändler Migros der Zur Rose-Gruppe Ladenflächen. Im kommenden Sommer wird erstmals eine Apotheke in einen Migros-Laden integriert.

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(sda/tno)