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Online-Apotheke
Zur Rose steigert Umsatz im ersten Quartal

Die Apotheke Zur Rose im Shop-in-Shop-Konhzept mit der Migros.
Zur Rose: Kooperiert mit der Migros.Quelle: Keystone

Plus 30 Prozent: Der Umsatz der Thurgauer Online-Apotheke Zur Rose zieht zum Jahresauftakt markant an.

Veröffentlicht am 18.04.2018

Die Onlineapotheke und Ärztezulieferin Zur Rose ist auf rasantem Wachstumskurs: Wie bereits im Gesamtjahr 2017 steigerte die Apotheke ihren Umsatz massiv. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 29,9 Prozent auf 297,6 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab. In Lokalwährungen legte der Umsatz um 23,8 Prozent zu. 

In der für Zur Rose bedeutsameren Geschäftsregion Deutschland legte der Umsatz um 51,4 Prozent auf 169,9 Millionen Franken zu; in Lokalwährungen betrug der Anstieg 39,0 Prozent. Im Schweizer Geschäft stieg der Umsatz um 9,3 Prozent auf 127,7 Millionen Franken. 

Erwartungen übertroffen

Das Unternehmen teilte weiter mit, dass der Auslandsanteil mit 57 Prozent einen neuen Höchststand erreicht habe. Als wesentlichen Treiber führt Zur Rose das Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln an.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Zur Rose die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Die ZKB hatte für das erste Quartal mit einem Umsatz von 294,0 Millionen Franken gerechnet, die UBS ging von 280,1 Millionen Franken aus. Die Versandapotheke hat jedoch keine Zahlen zu Betriebsergebnis oder Reingewinn im ersten Quartal vorgelegt – anders als vor einem Jahr. Das sei eine Ausnahme im Hinblick auf den Börsengang gewesen, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Zur Rose ist seit letzten Juli an der Schweizer Börse SIX kotiert.

Problem in Deutschland

Im Gesamtjahr 2017 war der Umsatz bereits markant gewachsen. Im gleichen Zeitraum hatte sich jedoch auch der Verlust mehr als verdoppelt. Dazu beigetragen hatten Zusatzkosten des Börsenganges, Restrukturierungsaufwendungen und Übernahmekosten. Vor allem die Expansion in Deutschland hatte für einen höheren Aufwand für Personal, Marketing und Verwaltung gesorgt. 

Kein Thema ist in der Mitteilung das drohende Verbot von rezeptpflichtigen Medikamenten im Versandhandel, auf welches sich die regierenden Parteien CDU/CSU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag geeinigt haben. Zur Rose schreibt lediglich, es sei erfreulich, dass die Markenbekanntheit der Tochter DocMorris in Deutschland gesteigert werden konnte. Dies zeige eine Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK.

Im Februar hatte Zur Rose in einer Stellungnahme geschrieben, dass man gestützt auf Gutachten «nach wie vor überzeugt ist», dass das vorgesehene Verbot «verfassungswidrig und europarechtlich inkompatibel ist». Man beobachte die Entwicklung in dieser Sache und werde auf europäischer Ebene juristisch gegen ein allfälliges Verbot vorgehen, hiess es Ende März, als Zur Rose seine Jahreszahlen vorlegte.

(sda/ise/mbü)

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