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Sparprogramm
Zurich baut 70 Jobs in der Schweiz ab

Martin Senn, der angezählte Chef des Versicherungskonzerns Zurich, greift erneut zum Rotstift. Am Hauptsitz in der Limmatstadt kommt es wieder zu einem Stellenabbau.

Von Sven Millischer
am 25.11.2015

Nach dem schlechten Quartalsergebnis verschärft die Zurich Insurance Group ihre Sparbemühungen. Rund 70 Stellen baut der Versicherungskonzern dazu am Hauptsitz in Zürich ab, wie mehrere interne Quellen übereinstimmend berichten. Dabei sollen insbesondere Mitarbeiter im Schadenversicherungs-Geschäft sowie bei den gemeinsamen Diensten vom erneuten Jobabbau am Konzernsitz betroffen sein.

Die Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitern würden laufen, sagt Sprecher Frank Keidel und betont an: «Zurich ist bestrebt, die Veränderungen so mitarbeiterverträglich wie möglich durchzuführen, die natürliche Fluktuation zu nutzen und unbesetzte Stellen zu streichen».

Kosten senken
Der Jobabbau folgt auf einen Gewinneinbruch im dritten Quartal. Die Zurich schrieb gar einen Verlust von 180 Millionen Dollar in der Kernsparte der Schadenversicherungen, die seit Herbst unter neuer Führung steht. Als Reaktion auf die Verschlechterung der Rentabilität beschleunige man nun die Bemühungen, «komplexe Strukturen zu vereinfachen und Kosten zu senken», sagt Keidel.

Dazu greift der angezählte Konzernchef Martin Senn auch im Ausland zum Rotstift. In Grossbritannien streicht Zurich 440 und in Deutschland 500 Stellen, verteilt über die nächsten Jahre.

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