Im Dezember hatte der Versicherungskonzern Zurich zwar seine Renditevorstellungen etwas zurückgeschraubt. Und die damals festgesetzten Ziele zu erreichen, muss der Konzern aber dennoch seine laufenden Kosten senken. Dafür will der Konzern weltweit bis zu 800 Stellen streichen, wie die Zurich am Dienstag mitteilte. Das trifft hauptsächlich Arbeitsplätze in der Schweiz, wie eine Mediensprecherin der Zurich bekannt gab. Angesichts der noch ausstehenden Konsultationen mit den Sozialpartnern werden die Abbaupläne aber noch nicht detailliert kommuniziert.

Zur genauen Zahl der Stellen, die aufgrund der Reorganisation in der Schweiz wegfalle, könne sie noch nichts sagen, so die Sprecherin der Zurich. Weil mit der Restrukturierung aber Führungsstufen zwischen der Gruppe und den Länderorganisationen gestrichen würden, treffe der Abbau vor allem Stellen in der Schweiz, in Grossbritannien und Irland.

Einsparungen von 250 Millionen Dollar pro Jahr

Geplant ist demnach, die Investitionen in Schwerpunktmärkte zu verstärken und gleichzeitig Führungsebenen zwischen der Konzernzentrale und den internationalen Vertretungen abzubauen. Zurich-Chef Martin Senn betonte, der geplante Konzernumbau stärke die Handlungsfreiheit der Mitarbeitenden. Durch den Umbau sollen jährlich 250 Millionen Dollar eingespart werden. Der Konzern hat weltweit derzeit rund 55'000 Mitarbeiter.

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Die Verschlankung der Organisation sowie die Senkung der Betriebskosten sei ein Schritt in die richtige Richtung, meint Stefan Schürmann von der Bank Vontobel. Die Aktie der Zurich legt im frühen Geschäft nur leicht stärker zu als der Gesamtmarkt und gewinnt bis um 9.20 Uhr 0,5 Prozent auf 270,30 Franken während der SMI um 0,18 Prozent zulegt.

(sda/dbe/moh/me)