Versicherer Zurich bemüht sich informierten Kreisen zufolge um die Finanzierung eines möglichen Übernahmeangebots fürd die RSA-Gruppe, das bereits in dieser Woche erfolgen könnte.

Der Schweizer Versicherer spreche mit Banken über die Aufnahme von mehr als 4 Milliarden Dollar, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen gegenüber Bloomberg. Zurich habe aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen und diskutiere weiterhin die Optionen mit Berater Morgan Stanley.

Mehr Fusionen bei Versicherern erwartet

Zurich hatte vor kurzem von der Erwägung einer Offerte für RSA berichtet, die wahrscheinlich in bar erfolgen würde. Es wäre die größte Übernahme des Schweizer Konzerns seit dem Jahr 2000. Die in London ansässige RSA kommt auf einen Marktwert von 5,2 Milliarden Pfund (7,4 Milliarden Euro), was die Gewinne nach Bekanntgabe des Übernahmeinteresses reflektiert. Sprecher für Zurich und RSA lehnten eine Stellungnahme gegenüber Bloomberg ab. Beide Versicherer legen am 6. August ihre Ergebnisse vor.

Europäische Versicherer, die wegen einer stärkeren Regulierung und der Schuldenkrise unter Druck stehen, dürften sich zur Entlastung Fusionen zuwenden. Analysten zufolge könnten auch Allianz SE, Europas größter Versicherer, und die französische Axa SA Gebote für RSA abgeben, deren Aktien sich in den vergangenen zwölf Monaten schlechter entwickelt hatten als jene der Wettbewerber.

Anzeige

(sda/me/hon)