Der Versicherer Zurich Insurance Group hat im Nachgang zum SNB-Entscheid von Mitte Januar «kein Geld verloren». «Wir sichern immer alle Währungen ab», sagte Konzernchef Martin Senn in der «Samstagrundschau» von Radio SRF.

Keinen Einfluss habe der seit dem SNB-Entscheid massiv stärkere Franken auch auf die Dividendenpolitik des Konzerns. «Wir werden an der attraktiven Dividendenpolitik festhalten», so der Zurich-Chef weiter. Da ein Grossteil der Einnahmen in Fremdwährungen wie US-Dollar oder Euro erfolge, die Dividende aber in Franken bezahlt werde, brauche es allerdings etwas mehr Einnahmen zur Zahlung der Dividende.

Keine Änderung der Lohnstruktur

Man habe nun auch «keine Absichten», wegen der neuen Währungsverhältnisse an den Lohnstrukturen des Konzerns etwas zu ändern. Man müsse einfach weiterhin bestrebt sein, möglich effizient zu sein.

Den SNB-Entscheid zur Aufhebung der Euro-Untergrenze kann Senn nachvollziehen. Es sei für die Nationalbank auch eine Frage der Alternativen gewesen. «Offenbar ist die SNB zum Schluss gekommen, dass die Kosten zur Beibehaltung Untergrenze zu gross werden und die Aufhebung der Untergrenze das kleinere Übel ist», so der Konzernchef. Die SNB hätte zur Verteidigung der Untergrenze vermutlich stark intervenieren müssen, so dass sich die Währungsreserven stark ausgedehnt hätten und grössere Verluste darauf hätten entstehen können.

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«Die Kaufkraft der Schweiz substantiell gestiegen»

Bezüglich der Prognosen, dass die hiesige Wirtschaft sich stark abschwächen werde, betonte Senn, dass man den teureren Exporten auch die deutlich billiger gewordenen Importe gegenüberstellen müsse. «Die Kaufkraft der Schweiz ist substantiell gestiegen», so Senn. Nun müssten aber die billigeren Importpreise auch an die Konsumenten und die Unternehmen weitergegeben werden.

(awp/moh)