Versicherer Zurich meldet einen Betriebsgewinn von 2,5 Milliarden US-Dollar in den ersten neun Monaten des Jahres 2015. Im dritten Quartal lag das Plus bei 256 Millionen US-Dollar, teilte das Unternehmen mit. Das bedeutet einen Rückgang zum Vorjahreszeitraum um 79 Prozent. Auch im gesamten bisherigen Jahr liegt das Unternehmen mehr als ein Drittel unter dem Vorjahr.

Der Gewinnrückgang kommt nicht überraschend, schliesslich hatte die Zurich bereits im September in einer Gewinnwarnung erklärt, dass das Ergebnis in der Schadenversicherung von erheblichen Kosten aus den Tianjin-Explosionen sowie von Reservestärkungen etwa im US-Autohaftpflichtgeschäft belastet wurde. Das Tianjin-Unglück von Mitte August kostete die Zurich insgesamt rund 275 Millionen US-Dollar. Zudem mussten die Reserven gestärkt werden.

Rentabilität steigern

Als Folge davon verschlechterte sich die Combined Ratio im dritten Quartal trotz einer eigentlich tiefen Schadenquote aus Naturkatastrophen auf 108,9 Prozent (im Vorjahr 96,7 Prozent) und die Sparte General Insurance musste einen Verlust von 183 Millionen US-Dollar hinnehmen. In der Lebensversicherung resultierte demgegenüber ein Gewinn von 328 Millionen.

«Diese Ergebnisse decken sich mit den vorläufigen Indikationen», sagte Konzernchef Martin Senn laut Mitteilung: «Nach einer umfassenden Analyse des Schadenversicherungsgeschäfts haben wir mit der Umsetzung eines Aktionsplans begonnen, um die Performance zu verbessern, die Volatilität zu reduzieren und die Rentabilität rasch wieder zu steigern.»

Sparprogramm aufgelegt

Der Versicherer will bis Ende 2016 rund 300 Millionen US-Dollar einsparen. Das Unternehmen hatte im September einen Verlust von 200 Millionen US-Dollar im Schadenversicherungsgeschäft gemeldet und darauf einen Aktionsplan beschlossen. Auch war die angestrebte Übernahme des britischen Konkurrenten RSA abgesagt worden.

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(me/moh)