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Halbjahreszahlen
Zurich leidet unter Naturkatastrophen

Martin Senn, Konzernchef der Zurich: Sein Unternehmen litt unter dem Wetter. (Bild: Keystone)

Der Versicherungskonzern muss für schwere Schäden durch Unwetter im ersten Semester tief in die Tasche greifen. Auch am Kapitalmarkt profitiert Zurich nicht.

Veröffentlicht am 15.08.2013

Der Versicherungskonzern Zurich hat im ersten Halbjahr 2013 unter den erheblichen Schäden durch Naturkatastrophen gelitten und deutliche Abstriche beim Gewinn machen müssen. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 1,85 Milliarden Dollar. Das sind 17 Prozent weniger als im Vorjahressemester.

Der Betriebsgewinn sank um 9 Prozent auf 2,29 Milliarden Dollar, wie Zurich mitteilte. «Wir haben diese Ergebnisse in einem Zeitraum erzielt, der von Naturkatastrophen und grossen wetterbedingten Schäden gekennzeichnet war», sagte Konzernchef Martin Senn laut Communiqué.

Wichtigster Geschäftsbereich leidet

Er verwies auf die Hochwasser in Mittel- und Osteuropa sowie auf Tornados im US-Bundesstaat Oklahoma und einige mittelgrosse Unwetter in Kanada. Die Ereignisse trugen mit dazu bei, dass das Verhältnis von Schadenleistungen und internen Kosten zu den Einnahmen (Combined Ratio) auf 95,6 Prozent verschlechterte, nach 94,8 Prozent im Vorjahr.

Im wichtigsten Geschäftsbereich, dem Sachversicherungsgeschäft, sank der Betriebsgewinn um 16 Prozent auf 1,37 Milliarden Dollar, obwohl die Bruttoprämien um 3 Prozent stiegen. Der Gewinn in der Lebensversicherungssparte blieb demgegenüber konstant bei 659 Millionen Dollar, während die Prämieneinnahmen um 11 Prozent tiefer lagen.

Auch am Kapitalmarkt verdiente Zurich weniger. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen schrumpfte um 20 Prozent auf 3,32 Milliarden Dollar, was der Konzern insbesondere auf das anhaltend tiefe Zinsniveau zurückführt.

(jev/moh/sda)

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