Der Versicherer Zurich verkauft seine Tochtergesellschaften in Marokko sowie in Taiwan. Die Gesellschaft verweist auf die im Mai mitgeteilten Absichten, sich geographisch auf die Länder mit dem höchsten Potenzial zu konzentrieren. Bei der Analyse der Geschäfte in den beiden Ländern habe sich ergeben, dass ein Verkauf die beste Option sei, teilte Zurich am Freitag mit. Für die marokkanische Tochter erhält Zurich 244 Millionen Euro, für den Verkauf des taiwanesischen Geschäfts wurde kein Preis bekanntgegeben.

Die marokkanische Tochter wird an die Allianz-Gruppe verkauft, wie die deutsche Versicherungsgruppe auch ihrerseits mitgeteilt hatte. Das Geschäft soll – vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden – bis Ende 2016 abgeschlossen werden. Die Zurich Assurances Maroc zählt mehr als 600'000 Kunden und die gebuchten Bruttoprämien beliefen sich 2015 auf 114 Millionen Euro. Die Evaluation des marokkanischen Geschäft habe ergeben, dass dieses seitens Zurich zu hohe Investitionen erfordert hätte, um ein genügendes Niveau zu erreichen.

Beschränkte Perspektive in Taiwan

Käuferin der taiwanesischen Tochter ist die Hotai Motor. Diese habe sich in einem Bieterverfahren durchgesetzt, in welchem auch sichergestellt worden sei, dass alle Rechte und Verpflichtungen von Kunden vollständig gewährleistet blieben, so Zurich. Der Markt in Taiwan sei zwar attraktiv, allerdings sehe die Zurich für ihr Versicherungsgeschäft nur eine beschränkte Perspektive.

(awp/mbü)