Der Versicherer Zurich Insurance Group trennt sich vom wenig profitablen Privatkundengeschäft in Russland. Dieses hatte der Gruppe im vergangenen Jahr Abschreiber eingebrockt. Es geht an die Olma Group. Zurich konzentriert sich nun auf die Unternehmenskunden.

Aus dem Verkauf erlöst Zurich 1 Milliarden Rubel, umgerechnet 30 Millionen Dollar. Allerdings seien nicht realisierte Währungsverluste zu verbuchen. Deswegen werde die Transaktion den Nettogewinn der Gruppe voraussichtlich um rund 300 Millionen Dollar schmälern, teilte Zurich mit.

Verlust durch Wechselkurs

Der tatsächliche Währungsumrechnungsverlust werde beim Abschluss der Transaktion festgelegt, der für das dritte Quartal erwartet wird, hiess es weiter. Der Umrechnungsverlust spiegle die Neubewertung, die seit der Übernahme der Nasta Insurance Company 2007 im russischen Privatkundengeschäft anfiel. Zurückzuführen ist der Verlust vor allem auf die Entwertung der russischen Landeswährung zum Dollar.

Gemäss Zurich will die Käuferin das Privatkundengeschäft in Russland weiterführen und ausserdem das Firmenkundengeschäft ausbauen. Olma ist eine Investitionsgesellschaft aus Moskau. Das Unternehmen erbringt in erster Linie Finanzdienstleistungen im russischen Wertpapier- und Termingeschäft.

Prämienvolumen von 7,1 Milliarden Rubel

Das von Zurich verkaufte Geschäft umfasst rund 1,2 Millionen Policen und generierte 2013 ein Prämienvolumen von 7,1 Milliarden Rubel (rund 220 Millionen Dollar). Es beinhaltet Kasko-, Fahrzeug-Haftpflicht-, Sach- und Unfallversicherungen.

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Das bei Zurich bleibende Unternehmenskundengeschäft in Russland konzentriert sich vor allem auf grosse lokale und multinationale Unternehmen sowie auf Versicherungen im Bereich Energie und Finanzen. Zurich ist auf diesem Markt seit 1996 in Russland präsent.

(awp/me/dbe)