Der Versicherungskonzern Zurich Insurance hat im ersten Quartal 2012 einen Reingewinn von 1,14 Milliarden Dollar erzielt und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 640 Millionen. Das kommt allerdings nicht überraschend, haben doch im Jahr 2011 grosse Naturkatastrophen in Japan, Australien und Neuseeland die Rechnung mit über einer halben Milliarde belastet. Der operative Gewinn (Business Operating Profit - BOP) erhöhte sich um 61 Prozent auf 1,38 Milliarden Dollar, wie Zurich mitteilte.

Das Geschäftsvolumen der Gruppe wuchs um zehn Prozent auf 19,6 Milliarden US-Dollar. In Lokalwährungen beträgt das Wachstum gar zwölf Prozent. Im Bereich General Insurance steigerte die Zurich die Bruttoprämieneinnahmen und Policengebühren um vier Prozent (+5 Prozent in LW) auf 10,5 Milliarden und verbesserte die Combined Ratio auf 94,6 (103,6) Prozent. Im Global-Life-Geschäft lag das Volumen um 16 Prozent (+19 Prozent) höher auf 7,40 Milliarden und mit Farmers Management steigerte die Zurich die Managementgebühren um vier Prozent auf 710 Millionen Dollar.

Eigenkapital solide

Das Eigenkapital der Gruppe stieg per Ende März auf 31,8 (Ende 2011: 31,6) Milliarden Dollar. Die den Aktionären zurechenbare Eigenkapitalrendite ohne Vorzugspapiere wird mit 14,4 (8,3) Prozent ausgewiesen. Die Rendite auf Basis BOP lag bei 13,4 (8,5) Prozent.

ZFS hat die Erwartungen übertroffen. Analysten rechneten im Vorfeld gemessen am AWP-Konsens mit einem Reingewinn von 1,03 Milliarden Dollar, einen BOP von 1,37 Milliarden sowie eine Combined Ratio von 96,2 Prozent erwartet.

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Umsetzung der Strategie läuft nach Plan

Die Umsetzung der Strategie der Zurich verlaufe weiter nach Plan, wird CEO Martin Senn in der Mitteilung zitiert. Durch Übernahmen und Allianzen sei die Position in verschiedenen wichtigen Märkten gefestigt worden. Im vergangenen Monat unterzeichnete die Zurich eine exklusive Vertriebsvereinbarung über zehn Jahre für den Verkauf von Versicherungsprodukten an vermögende HSBC-Kunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Katar.

Weiter verfüge die Gruppe in Singapur nun über Lizenzen, die den Zugang zu den Zielsegmenten für Lebensversicherungsprodukte bieten. «Ferner haben wir in Malaysia MAA umbenannt, die nun unter der Marke Zurich firmiert», so Senn. Und in Lateinamerika wirke sich das von Santander übernommene Versicherungsgeschäft bereits positiv auf das Ergebnis aus.

(muv/chb/sda/awp)