Der Schweizer Josef Ackermann wird spätestens im Mai 2012 den Vorstandsvorsitz der Deutschen Bank abgeben. Danach wollte er eigentlich in den Verwaltungsrat wechseln – doch von diesen Plänen hat er er sich am vergangenen Montag öffentlich verabschiedet.

Diese Nachricht bewegte Manfred Gentz, Präsident des Verwaltungsrates der Zurich Financial Services AG und der Zürich Versicherungs-Gesellschaft, laut einem Bericht der «Sonntagszeitung» dazu, um Ackermann als Nachfolger zu werben, da er selbst im Frühling aus Altersgründen abritt.

Das Blatt sieht Ackermann, der bereits Vizepräsident der Zurich ist, «in der Poleposition, nächster Verwaltungsratspräsident zu werden». Unter Berufung aus Informationen «aus berufenem Munde» schreibt die «Sonntagszeitung», dass Gentz das Gespräch mit Ackermann bereits aufgenommen habe.

Ackermann weist Spekulationen über vorzeitigen Abschied zurück

Ackermanns Abschied von der Deutschen Bank stand nach seinen eigenen Worten schon vor der Durchsuchung seines Büros durch die Staatsanwaltschaft München am vergangenen Montag fest. «Das Ermittlungsverfahren kam im Nachhinein», sagte Ackermann auf einer Podiums-Diskussion am Samstag in Berlin.

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Die Ermittler verdächtigen Ackermann, im milliardenschweren Kirch-Prozess vor einigen Wochen falsche Angaben gemacht zu haben.

Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied aus Frankfurt bereits Anfang nächsten Jahres wies Ackermann zurück: Auf der Hauptversammlung im Mai gehe es um das Jahr 2011, und da sei es eigentlich eine Selbstverständlichkeit, «dass der, der das verantwortet hat, dann auch noch den Aktionären Rede und Antwort steht».

(tno/sda)