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Zurich zahlt Rechnung für Naturkatastrophen

Überschwemmungen in Australien drückten auch auf den Gewinn von ZFS (Bild: Keystone).

Die Naturkatastrophen in Australien, Neuseeland und Japan haben das Geschäft des Versicherungskonzerns Zurich Financial Services erheblich belastet. Der Reingewinn sank im ersten Quartal um 32 Prozent

Veröffentlicht am 05.05.2011

Der Gesamtschaden aus den Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie den Unwettern in Australien belief sich auf 517 Millionen Dollar. Von den Analysten waren bisher 500 Mio. Dollar erwartet worden, den Reingewinn hatten sie mit 751 Millionen  Dollar deutlich höher geschätzt.

Die operative Leistung von Zurich sei erneut solide gewesen, wird Konzernchef Martin Senn in einer Mitteilung  vom Donnerstagmorgen zitiert. Der Gruppenumsatz schrumpfte aber um 6 Prozent auf 17,869 Milliarden Dollar.

Während in der Schadenversicherung die Bruttoprämien und Policengebühren um ein Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar zunahmen, tauchte der Betriebsgewinn der Sparte um 56 Prozent auf 276 Millionen Dollar. Der Schaden-Kosten-Satz verschlechterte sich von 99,0 auf 103,6 Prozent.

Im Lebengeschäft schrumpften die Prämien um fünf Prozent auf 6‘379 Milliarden Dollar. Der Betriebsgewinn stieg hingegen um drei Prozent auf 362 Millionen Dollar.

Neben den Katastrophen sei das Ergebnis von der langsamen wirtschaftlichen Erholung in den USA und vielen Ländern Europas geprägt, erklärte Senn. Demgegenüber habe Zurich ihre Präsenz in aufstrebenden Märkten gefestigt und die Position im Bankvertrieb gestärkt.

Die im Februar bekannt gegebene Allianz mit Banco Santander in Lateinamerika werde Zurich den Zugang zu Millionen neuer Kunden in Brasilien, Mexiko, Chile, Argentinien und Uruguay gewähren. Senn gab zudem bekannt, dass Zurich und die Deutsche Bank ihre exklusive Vertriebsvereinbarung für Lebens- und Schadenversicherungen um 10 Jahre verlängern wollten.

(cms/sda)

 

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