Der langjährige CS-Chef Brady Dougan zieht es an die Wall Street. Gemäss «Wall Street Journal» wird er demnächst eine Investmentgesellschaft mit dem Namen Exos Financial lancieren. Derzeit habe er Kundengelder in der Höhe 750

Millionen Dollar eingesammelt; Ziel sei es, eine Milliarde zusammen zu bringen.
Gemäss Unterlagen wolle die Firma im Investment Banking und Asset Management mitmischen. In New York soll er bereits 40 Leute angestellt haben. Unterstützt wird er offenbar von Sean Brady, einem langjährigen Credit-Suisse-Kadermann.

Letzter Lancierungsversuch scheiterte

Es wäre der dritte Versuch von Dougan, um sich wieder in der Finanzindustrie zu etablieren. Bereits vor einem Jahr stand er vor der Lancierung seiner Investmentfirma, die unter anderem vom Staatsfonds aus Singapur hätte teilfinanziert werden sollen. Die Asiaten zogen sich dann kurzfristig zurück.

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Ein Jahr zuvor hatten Meldungen die Runde gemacht, Dougan stünde kurz vor der Gründung einer Handelsbank. Damals war die Rede von einer Kooperation mit Scepter Partners, eine Investmentgesellschaft von ultrareichen Südstaaten-Familien aus den USA.

Nachdem der Amerikaner die Credit Suisse 2015 verlassen musste, übernahm Tidjane Thiam das Steuer bei der Grossbank. Dieser hatte zuvor den britischen Versicherungskonzern Prudent geführt und schickte sich nach seiner Kür an, das von Dougan stets verteidigte Investment Banking der Credit Suisse zurecht zu stutzen und die Risiken zu verkleinern. Zudem musste er die Kapitalbasis der Bank verbreitern. Thiams Reorganisationsplan soll dieses Jahr abgeschlossen sein.