Die Beteiligungsgesellschaft Renova und die Schmolz+Bickenbach Beteiligungs GmbH verlangen in einem Schreiben an den Verwaltungsrat des Stahlkonzerns Schmolz+Bickenbach die Traktandierung einer zweistufigen Kapitalerhöhung an der kommenden ordentlichen Generalversammlung vom 28. Juni.

Demnach soll das Aktienkapital der Gesellschaft von bisher 413,44 Millionen Franken vorerst durch Nennwertreduktion auf 118,12 Millionen herabgesetzt und in einem zweiten Schritt durch Neuausgabe der entsprechenden Anzahl Namenaktien mit einem Nennwert von 1,00 Franken um maximal 350 Millionen Euro erhöht werden, teilte das Unternehmen mit.

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Die Ausübung der Bezugsrechte, deren freie Übertragbarkeit und ein Bezugsrechtshandel sollen dabei gewahrt bleiben, hiess es weiter. Alle nicht ausgeübten Bezugsrechte sollen gemäss dem Traktandierungsbegehren vorerst einer Tochtergesellschaft von Renova zur Zeichnung angeboten werden.

Vier Verwaltungsräte sollen weg

Danach würde Renova nach Abschluss dieser Transaktion mindestens 25 Prozent am Unternehmen halten, die Schmolz+Bickenbach GmbH & Co KG, die die Interessen der Nachkommen der Gründerfamilien bündelt, rund 15 Prozent und zusammen als Gruppe mindestens 40,5 Prozent.

Ferner hat die Schmolz+Bickenbach Beteiligungs GmbH den Antrag gestellt, an der kommenden Generalversammlung neben den drei bereits früher genannten Verwaltungsräten auch Marc-Oliver Feiler als Mitglied des Verwaltungsrats abzuwählen.

Der Verwaltungsrat werde die Traktandierungsbegehren prüfen und zur gegebenen Zeit dazu Stellung nehmen, hiess es weiter.

(rcv/awp)