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Zweiter Streiktag am Frankfurter Flughafen - auch Schweiz betroffen

Zurzeit oft schwer zur erreichen: der Flughafen Frankfurt am Main (Bild: Keystone)

Am Frankfurter Flughafen streikt ein Teil des Personals - von 8 bis 22 Uhr soll die Arbeit niedergelegt werden. Auch die Schweizer Airports in Zürich, Genf und Basel sind von Flugausfällen betroffen.

Veröffentlicht am 16.02.2012

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat einen Streik des Vorfeldpersonals  am Flughafen Frankfurt am Main von 8 Uhr bis 22 Uhr angekündigt. Am Donnerstag hatte der Arbeitskampf bereits von 15 Uhr bis 22 Uhr gedauert. In dieser Zeit fielen 172 der 526 ursprünglich vorgesehenen Flüge aus.

Am Freitag sollten in der streikbedrohten Zeit sogar 1082 Maschinen starten oder landen. Alleine die Swiss-Mutter Lufthansa hatte bereits am Donnerstag angekündigt, am Freitag  rund 250 Flüge aus dem Programm zu nehmen. Ein Blick auf die Liste der gestrichenen Verbindungen zeigt: Auch die Schweizer Flughäfen in Zürich, Basel und Genf sind betroffen.

Das Vorfeldpersonal bildet eine kleine, aber entscheidende Berufsgruppe auf den Flughäfen. Unter anderem sorgt es dafür, dass Flugzeuge von ihren Parkpositionen zu den Flugbahnen kommen. Die streikende Gewerkschaft der Flugsicherung verlangt eine Gehaltssteigerung für die rund 200 Vorfeldlotsen, Einweiser und Verkehrsplaner in Frankfurt. Der Flughafenbetreiber Fraport lehnt die Forderung ab.

Um den Betrieb zumindest teilweise aufrechterhalten zu können, habe man Mitarbeiter geschult, um die Aufgaben des streikenden Vorfeldpersonals zu übernehmen, sagte ein Fraport-Sprecher. Daneben seien ehemalige Vorfeldmitarbeiter auf ihren alten Posten eingesetzt worden.

Fraport und Lufthansa kritisierten den Streik. «Wir fühlen uns erpresst», hiess es bei Fraport. Auch andere Gewerkschaften und Verbände verurteilten das Vorgehen der GdF als unsolidarisch und egoistisch. Der Flughafenbetreiber hatte zuletzt einen Schlichterspruch des früheren Hamburger Ersten Bürgermeisters Ole von Beust abgelehnt und eine nachfolgende Frist der Gewerkschaft verstreichen lassen.

(tno/vst/awp)

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