Wegen eines Bombenalarms ist die Basler Innenstadt am Freitagnachmittag teilweise lahmgelegt worden. Nachdem auf dem Theaterplatz ein verdächtiger Koffer aufgefallen war, sperrte die Polizei das Areal weiträumig ab. Erst am Abend konnten Spezialisten aus Zürich den Gegenstand unschädlich machen, unter anderem mithilfe eines Roboters. Verletzt wurde niemand.

Laut der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt bestand dringender Verdacht, dass es sich bei dem schwarzen Kunstlederkoffer, der beim Tinguely-Brunnen gefunden wurde, um einen Sprengkörper handle.

Drähte und Klebeband

Der Koffer sei mit diversen Drähten und Klebeband präpariert, sagte René Gsell, Sprecher der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, der Nachrichtenagentur SDA. Am Abend wurde geprüft, ob es sich um einen realen Sprengsatz oder um eine Attrappe handelte.

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Laut Gsell bestand für die Bevölkerung keine Gefahr. Allerdings musste ein Restaurant am Theaterplatz evakuiert werden. Wegen der Sperrzone in der Innenstadt war der öffentliche Verkehr während einiger Zeit lahmgelegt. Mehrere Tramlinien mussten umgeleitet werden, wie die Kantonspolizei Basel-Stadt erklärte. Gegen 20.30 Uhr herrschte aber wieder Normalbetrieb.

«Schreckung der Bevölkerung»

Zudem musste das Theater Basel wegen des Bombenalarms die Premiere von Mozarts Oper «Così fan tutte» um mehr als eine Stunde verschieben. Eine Mitarbeiterin des Theaters bestätigte einen entsprechenden Online-Bericht der Basler Zeitung. Statt um 19.30 Uhr habe die Vorstellung erst um 20.40 Uhr begonnen.

Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt leitete nach eigenen Angaben ein Verfahren «wegen Schreckung der Bevölkerung» und möglicher weiterer Delikte ein.

(sda/tno)