Fünf Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) aus den Geistes- und Sozialwissenschaften kommen 2017 nach zwölf Jahren Laufzeit zum Abschluss. Dabei geht es um Emotionen, Demokratie, Bildkritik, Medienwandel und internationalen Handel.

Mehrere neue Forschungszentren, zwanzig neue Professuren, 200 Doktoratsabschlüsse und Publikationszahlen im vierstelligen Bereich – das ist die Bilanz der fünf sozial- und geisteswissenschaftlichen NFS, die seit 2005 laufen: «Affektive Wissenschaften», «Demokratie», «Mediality», «Bildkritik» und «Trade Regulation».

Neues Forschungszentrum

Dieses Jahr kommen sie zum Abschluss, sind damit aber noch nicht zu Ende, wie der Schweizerische Nationalfonds (SNF) in einer Mitteilung schrieb. Dafür sorgen insbesondere drei neue Forschungszentren und der Ausbau eines bestehenden Zentrums. Beispielsweise hat der an der Universität Zürich angesiedelte NFS Demokratie massgeblich zum Aufbau des Zentrums für Demokratie Aarau beigetragen.

Aus dem an der Universität Genf angesiedelten NFS Affektive Wissenschaften ging zudem das «Swiss Center for Affective Sciences» hervor. In diesem Forschungsschwerpunkt ging es darum, wie Emotionen das individuelle Verhalten und soziale Prozesse beeinflussen. Dieser NFS habe ein neues Forschungsparadigma etabliert: die Emotionspsychologie, hiess es in der Mitteilung des SNF. Der an der Uni Bern angesiedelte NFS Trade Regulation befasste sich mit den Rahmenbedingungen multi- und bilateraler Handelsabkommen und brachte den Ausbau des World Trade Institute der Hochschule voran.

Nachwuchsförderung in Zürich

Auch die beiden Forschungsschwerpunkte Bildkritik an der Uni Basel und Mediality an der Uni Zürich werden fortbestehen, insbesondere bei der Ausbildung von Nachwuchsforschenden: bei Ersterem in Form einer neu gegründeten und bereits renommierten «Graduate School», bei Letzterem am Zentrum für Historische Mediologie.

Insgesamt investierte der SNF 110 Millionen Franken in die fünf NFS und damit knapp die Hälfte des total 260 Millionen Franken umfassenden Budgets. Der Rest kam zum grössten Teil von der Hochschulen, an denen die NFS angesiedelt waren, schrieb der Nationalfonds. Im Rahmen der Nationalen Forschungsschwerpunkte wird auf Vernetzung und Zusammenarbeit setzende Spitzenforschung während zwölf Jahren Laufzeit gefördert.

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(sda/ise/chb)