Die Schuhmode der letzten 3000 Jahre zeigt das Spielzeug Welten Museum in Basel in einer Sonderausstellung. Neben 240 historischen Schuhpaaren sind 52 von Künstlern hergestellte Schuhe zu sehen, die teilweise aber nicht tragbar sind.

Schuhe sollen die Füsse schützen, waren früher aber auch ein Statussymbol, sagte Kuratorin Laura Sinanovitch am Freitag vor den Medien. Im alten Ägypten trugen nur die Pharaonen Sandalen aus Gold- oder Silberblech. Das Volk ging barfuss. Im Mittelalter deutete die Länge des Schuhschnabels auf die Standeszugehörigkeit hin.

Ältester Schuh von 1000 v. Chr.

Der älteste Schuh in der Ausstellung stammt aus Ägypten und wurde um 1000 vor Christus getragen. Gezeigt werden Schuhe aus allen Epochen für Männer, Frauen und Kinder. Laut Sinanovitch ist auffallend, dass sich im Gegensatz zur Bekleidung die Schuhmode wiederholt.

So trugen die Damen schon im 16. Jahrhundert Schuhe mit über 10 Zentimeter hohen Absätzen. Die Lederpumps aus dem 19. Jahrhundert sind auch heute noch aktuell.

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Erstaunliche Kunst-Schuhobjekte

Die meisten dieser Exponate stammen aus den Northampton Museums and Art Gallery in England. In diesem historischen Bereich werden zudem Schnallen, Absätze , Schuhlöffel und andere Accessoires gezeigt.

Schliesslich stellen 49 Künstler aus 18 Ländern ihre Werke aus. Objekte aus Besteck, Bürsten, Glas, Leder oder Holz sind ausgestellt, wobei viele nicht tragbar sind.

Schuhe aus Spielzeug

Studenten und Künstler wurden zudem beauftragt, für die Sonderausstellung Schuhe aus Spielzeug herzustellen. Ein Exemplar zeigt im Absatz eine kleine Puppenstube, ein weiteres besteht aus dem Spiel «Mensch ärgere dich nicht». Auch Herrenschuhe aus farbigen Perlen sind zu sehen.

An bestimmten Wochenenden können Kinder in Workshops eigene Flipflops herstellen. Ebenfalls an wenigen Wochenenden wird ein Schuhmacher aus England die ausgetragenen Lieblingsschuhe von Museumsbesuchern neu herstellen. Die Sonderausstellung «Die Geschichte unter den Füssen - 3000 Jahre Schuhe» dauert bis zum 6. April 2015.

(sda/ise/ama)