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Auktion
6 Millionen Franken: Krimi um Vase in Genf

Versteigerte Vase: Wertvolle 60 Zentimeter. Keystone

Eigentlich war die Vase auf unter 1000 Franken geschätzt. Dann begann der Bieterkrimi um eine 60-Zentimeter-Vase. Unterm Strich bleibt eine Rekordsumme.

Veröffentlicht am 25.09.2017

Echt oder falsch? Eine chinesische Vase, geschätzt auf 500 bis 800 Franken, ist am Donnerstag in Genf für die Rekordsumme von sechs Millionen Franken ersteigert worden. Das entspricht dem 10'000-fachen des Schätzwerts. Das teilte das Auktionshaus Genève-Enchères mit.

«Inklusive der Kommission kommt die Vase für den asiatischen Käufer auf einen Preis von 6,08 Millionen Franken», erklärte der Auktionator Olivier Fichot gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

60 Zentimeter

Die 60 Zentimeter hohe Vase mit drei blauen Drachen auf gelbem Grund wurde im Katalog geführt als vom Beginn des 20. Jahrhunderts stammend mit einem falschen Qianlong-Siegel, welches sie in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts versetzt hätte.

Zwei Personen, welche sich einen Bieterwettkampf lieferten, datierten die Vase in die Qianlong-Zeit, erklärte der Auktionator. Er selber tendiere zu einer vorsichtigen Schätzung, zumal die Vase schwer zu datieren sei.

Rekord

Der Käufer war während der Auktion im Saal, sein Konkurrent bot per Telefon. Die Vase war Teil einer Genfer Sammlung von asiatischer Kunst, deren um die hundert Teile einzeln versteigert wurden.

Laut Fichot war es der höchste erzielte Auktionspreis in Genf abgesehen von Schmuck und Uhren. Den früheren Rekord des Auktionshauses hielt ein Bronze-Buddha im Wert von 550'000 Franken.

(sda/ise/mbü)

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