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Unfall
A1-Chaos: Verkehr Richtung Zürich fährt wieder

Ein Lastwagen mit einem Bagger hat eine Brücke über die Autobahn A1 schwer beschädigt. Die Fahrbahn in Richtung Bern bleibt vorerst noch gesperrt. Die SBB reagieren mit zusätzlichen Kapazitäten.

Veröffentlicht am 13.01.2014

Auf der Autobahn A1 im Ostaargau ist die Fahrbahn in Richtung Zürich seit 17.15 Uhr wieder offen. Die Fahrbahn in Richtung Bern bleibt voraussichtlich bis am späteren Abend gesperrt. Das teilte das Bundesamt für Strassen (ASTRA) auf Anfrage mit.

Die SBB reagieren auf die Totalsperrung der Autobahn A1 im Ostaargau: Der Interregio Basel-Zürich via Olten wird mit zusätzlichen Wagen verstärkt. Die Züge würden mit der maximal möglichen Länge geführt, sagte SBB-Mediensprecher Reto Schärli. Auf diese Weise soll im Feierabendverkehr vom Montagabend sichergestellt werden, dass alle Leute einen Platz finden, die kurzfristig vom Auto auf den Zug umsteigen, wie Schärli festhielt.

Falls die Kapazität der verlängerten Züge nicht ausreichen würde, so könnten innerhalb von 15 Minuten Extrazüge ab Zürich oder Olten fahren. Das Personal stehe auf Abruf bereit.

Zusätzliche Verkleidung mit Holz

Der Zustand der Überführung sei «sehr schlecht». Die Brücke werde mit einem Stahlgerüst unterstützt. In der Mitte werde ein Gerüst gebaut, ebenso auf dem Pannenstreifen der Fahrbahn in Richtung Bern. Diese Stützen würden abgesichert, damit kein Autolenker hineinfahre.

Spätestens für den Feierabendverkehr sollte die A1-Fahrbahn in Richtung Zürich wieder geöffnet werden können. Bei der Fahrbahn in Richtung Bern könnte das noch länger dauern, hielt Rüegger fest.

Auch die durch den Bagger aufgerissene Stelle müsse provisorisch mit Holz verkleidet werden. An dieser Stelle würden noch laufend Steine und Trümmerteile auf die Fahrbahn fallen. Rüegger rechnet damit, dass es daher bis zu einer Freigabe sicher Abend wird.

Es sei unklar, ob die Überführung überhaupt noch saniert werden könne oder ob sie gleich abgerissen werden müsse. Dazu brauche es jedoch noch seriösere Abklärungen. Ein Neubau der Brücke sei eine Option.

Arm des Baggers riss Betonteile herunter

Zur folgenschweren Kollision mit der Überführung war es kurz nach 8.30 Uhr gekommen. Ein mit einem Bagger beladener Anhängerzug kollidierte in Fahrtrichtung Bern mit einer Überführung über die A1.

Der Arm des weissen Baggers riss viele Betonteile herunter und Spannungskabel wurden beschädigt. Mehrere Betonblöcke hingen von der Decke herunter. Personen wurden nicht verletzt. Drei Autos wurden jedoch beschädigt.

Weil die Tragfähigkeit der massiv beschädigten Überführung nicht mehr garantiert war, sperrte die Kantonspolizei um 10.30 Uhr die Autobahn A1 Zürich-Bern in beiden Richtungen zwischen Mägenwil und Baden-West. Auch die Autobahn A3 zwischen Brugg und Birrfeld wurde in beiden Richtungen gesperrt.

Die Sperrung führte während des Tages im gesamten Ostaargau zu starken Verkehrsbehinderungen und kilometerlangen Staus. Auf der Fahrbahn A1 Richtung Zürich gab es nach Angaben der Aargauer Kantonspolizei einen Rückstau bis Lenzburg, in der Gegenrichtung bis Wettingen.

Auf den Kantonsstrassen im Raum Mellingen, Fislisbach, Brugg und Mägenwil kam der Verkehr teilweise zum Erliegen. Die Polizei empfahl, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Die Autolenker brauchten viel Geduld. Die Fahrzeiten verlängerten sich für die Autolenker um bis zu einer Stunde. Den Verkehrsteilnehmern wurde empfohlen via Luzern (A2) auszuweichen.

(sda/vst/chb/sim)

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