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Unfall
A1: Normalität nach dem Verkehrschaos

Die Beschädigung einer Brücke durch einen Bagger hatte eine stundenlange Sperrung der Autobahn A1 zur Folge. Der Verkehr rollt wieder – mit Einschränkungen. Auch andere Brücken werden nun überprüft.

Veröffentlicht am 14.01.2014

Der Verkehr auf der am Montag wegen einer beschädigten Überführung stundenlang gesperrten Autobahn A1 ist am Dienstagmorgen ohne Störungen gerollt. Die A1 ist seit ab Montagabend in beiden Richtungen wieder für den Verkehr frei. Allerdings gilt an der Unfallstelle Tempo 80.

Bereits im Laufe des Montagabends habe sich die Verkehrssituation normalisiert, sagte Bernhard Graser, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei Aargau, auf Anfrage. «Das Thema ist für uns sozusagen erledigt.»

Brücken-Neubau muss vorangetrieben werden

Noch viel Arbeit macht die stark beschädigte Überführung dem für den Autobahnunterhalt im Aargau zuständigen Bundesamt für Strassen (Astra) mit Sitz in Zofingen. Die Stabilität der Überführung werde nach den ersten Stabilisierungsmassnahmen erneut überprüft, sagte Astra-Mediensprecher Andreas Rüegger  auf Anfrage. Das unter der Brücke eingebaute Stahlgerüst werde wohl verstärkt.

Das Astra kläre auch das weitere Vorgehen ab. Ein Neubau der rund 45 Jahre alten Überführung sei für das Jahr 2015 bereits geplant gewesen. «Dieses Projekt wird jetzt mit Hochdruck vorangetrieben.»

Im Bereich der Überführung gilt bis auf weiteres 80 km/h als Höchstgeschwindigkeit. Es gehe um den Schutz der Gerüste, hielt Rüegger fest. Die Brücke selbst sei für den Verkehr gesperrt, sagte Rüegger. Der Übergang diente bislang für den Ortsverkehr zwischen Birmenstorf und Mellingen. Diesem Verkehr steht eine Unterführung zur Verfügung.

Überführung in Leichtbauweise erstellt

In der Schweiz gibt es rund 60 Brücken über Autobahnen wie die stark beschädigte Überführung in Birmenstorf. Diese Überführungen sind in einer Leichtbauweise aus vorgefertigten Elementen errichtet worden. Man werde diese Brücken nun überprüfen, sagte Rüegger. Er bestätigte entsprechende Angaben der Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Bund».

Es gehe darum, zu klären, ob ein ähnliches Risiko wie in Birmenstorf bestehe. Das Astra wolle herausfinden, ob ein Hindernis wie ein Signalportal mit gleicher Durchfahrtshöhe Kollisionen mit Brücken verhindern könnte. «Ein zu hohes Fahrzeug würde dann am Signalportal anhängen und nicht an einer Brücke», erläuterte der Mediensprecher. «Wenn ein Fahrzeug dort etwas herunterreisst, sind das Risiko und die Auswirkungen sicher kleiner.»

Die Überführung in Birmenstorf war seit 2008 bereits zwei Mal von einem Fahrzeug touchiert worden.

Höhe des Sachschadens noch offen

Die Höhe des Sachschadens an der Überführung konnte Rüegger nicht beziffern. Ins Gewicht falle einerseits der Aufwand für die Sicherungsmassnahmen und anderseits der Restwert der Überführung. Diese hätte noch rund zwei Jahre ihren Dienst bis zur geplanten Erneuerung erfüllt. Die Kosten eines Neubaus seien noch unklar.

Diese Frage des finanziellen Schadens werde sicherlich mit der Versicherung des Bauunternehmens geklärt werden, in dessen Auftrag der 32-jährige Schweizer Unfalllenker unterwegs gewesen sei. Der Lenker wurde von der Kantonspolizei bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

(sda/vst)

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