ABBA sind endgültig museumsreif: In Stockholm können Fans des legendären Popquartetts ab nächster Woche in Erinnerungen schwelgen. Das neue ABBA-Museum hat Originalkostüme und sogar eine Küche von Sängerin Anni-Frid.

Das Museum hat zwar kein «Yellow Submarine» vor dem Eingang zu bieten wie das für die Beatles in Liverpool. Dafür können drinnen Fans ab Dienstag zu den Klängen von Welthits wie «Dancing Queen» tanzen. Oder als «fünftes Mitglied» mitsingen - auf einer Bühne umgeben von Anni-Frid, Agnetha, Benny und Björn in 3D als lebensgrosse Hologramm-Figuren.

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Auf 5000 Quadratmetern können Besucher allerlei Erinnerungsstücke aus der Zeit des ABBA-Erfolgsmärchens von 1974 bis 1982 bestaunen: Die legendären Plateauschuhe ebenso wie andere Originalkostüme im kultig gewordenen 70er-Stil.

Das berühmte, aber zeitweilig aus Stockholm verschwundene Polar-Aufnahmestudio ist auch wieder da. Ausstellungskuratorin Ingmarie Halling fand das Mixerpult «im Internet», wie sie der Zeitung «Svenska Dagbladet» sagte. Halling ist mit ABBA wegen ihrer Arbeit als Stylistin für die Bandmitglieder verbunden.

Keine falschen Illusionen

Das Interesse der Mitglieder am Museum scheint unterschiedlich auszufallen. Die Wahlschweizerin Agnetha Fältskog (63) kommt weder zur offiziellen Eröffnung noch einen Tag vorher zum Presse-Termin.

«Sie ist in London zur Promotion ihrer neuen Solo-CD», wich Museumssprecherin Lotta Balodis der Frage nach dem Warum aus. Immerhin für Fotos der Medien erscheinen Anni-Frid Lyngstad (67) und Benny Andersson (66).

Zum Erfolg des neuen Museums sagte Björn Ulvaeus dem "Svenska Dagbladet": "Wenn du ausländischer Tourist bist, kennst du eben ein paar schwedische Markennamen wie Ikea und ABBA. Stockholmer sind wohl weniger interessiert."

Bei der Initiative zum Museum hat deutlich der Erfolg des Beatles-Museums in Liverpool Pate gestanden. Musikalisch lehnt Ulvaeus alle Vergleiche mit John, Paul, George und Ringo ab: «Sie sind die Grössten, und sie sind Götter.»

(vst/aho/sda)