Es begann 2001. Damals übernahm Tony Fernandes die Fluggesellschaft. Er trimmte Air Asia auf einen aggressiven Wachstumskurs. Inzwischen ist sie die grösste Billigfluglinie in Südostasien. Ihr grösster malaysischer Konkurrent, Malaysia Airlines, ist nach zwei Flugzeugunglücken dieses Jahr stark angeschlagen. Kein Wunder ging es Air Asia umso besser.

Doch mit dem Verschwinden von Flug QZ8501 wendet sich das Blatt. Infolge des Unglücks sackte der Aktienkurs von Air Asia am Montag deutlich ab. Zur Eröffnung der Börse in Kuala Lumpur brach der Börsenwert der malaysischen Billigfluglinie um zwölf Prozent ein, erholte sich später etwas. Noch immer steht der Titel aber 8 Prozent im Minus.

Maschine «auf dem Meeresgrund»

Das vermisste Flugzeug befindet sich laut den indonesischen Behörden wahrscheinlich «auf dem Meeresgrund». Das gab der Direktor der indonesischen Such- und Rettungsbehörde am Montag unter Verweis auf die verfügbaren Informationen bekannt. Direktor Bambang Soelistyo sagte auf einer Pressekonferenz, auf der Grundlage der verfügbaren Koordinaten sei davon auszugehen, dass die am Sonntagmorgen mit 162 Menschen an Bord verschollene Maschine «auf dem Meeresgrund» liege.

Indonesien verfüge nicht über die notwendigen Geräte, um ein Wrack im Meer zu finden und zu bergen, doch werde die Regierung andere Länder um Unterstützung bitten. Es gebe bereits Angebote Grossbritanniens, Frankreichs und der USA, sagte Soelistyo. Der Airbus A320-200 war am Sonntagmorgen auf dem Weg von Surabaya im Osten der indonesischen Insel Java nach Singapur von den Radarschirmen verschwunden. Es wird befürchtet, dass das Flugzeug der malaysischen Billigfluglinie Air Asia ins Meer gestürzt ist.

Suchaktion wieder aufgenommen

Als der Funkkontakt abbrach, gab es heftige Gewitterstürme in der Region. Die über Nacht unterbrochene Suchaktion wurde am Montagmorgen unter Beteiligung von Flugzeugen aus Indonesien, Malaysia, Singapur und Australien fortgesetzt.

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