Film ab: Am heutigen Donnerstagabend starten die Solothurner Filmtage in ihre Jubiläumsausgabe. Eröffnet werden die 50. Filmtage von Bundesrat Alain Berset und dem bewegenden Familiendrama «Unter der Haut».

In Solothurn stehen die Zeichen auf Gelb: Zum 50. Mal schon wird die Kleinstadt an der Aare zum Zentrum des Schweizer Filmschaffens. Eine Woche lang zeigen die Filmtage Weltpremieren von renommierten Filmschaffenden und Nachwuchstalenten, die Branche diskutiert über den Schweizer Film und vergibt Preise. 184 Filme umfasst die diesjährige Werkschau «Panorama Schweiz».

Jörg Schneider in seiner ersten grossen Kinorolle

Zahlreiche der Werke werden mit Spannung erwartet: Im Eröffnungsfilm von Claudia Lorenz - ein Debüt - wirkten nicht weniger als vier Filmpreis-Träger mit, in «Usfahrt Oerlike» (von Paul Riniker) ist Volksschauspieler Jörg Schneider an der Seite von Mathias Gnädinger in seiner ersten grossen Kinorolle zu sehen.

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Beide Filme dürfen sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen. «Unter der Haut» zählt zu den sieben Kandidaten für den «Prix de Soleure», «Usfahrt Oerlike» wurde für den «Prix du Public» nominiert. Vergeben werden die Preise am Abschlussabend, dem 29. Januar.

Traditionsgemäss folgt an den Filmtagen Premiere auf Premiere. Bereits am Freitag werden neben "Usfahrt Oerlike" Stina Werenfels' Bärfuss-Verfilmung "Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern", der Dokumentarfilm "Thomas Hirschhorn - Gramsci Monument" (Regie Angelo Alfredo Lüdin) und "Spartiates" von Nicolas Wadimoff gezeigt.

Zwei Neuzugänge

Zu den 50. Filmtagen erwartet das Team um Direktorin Seraina Rohrer eine Vielzahl prominenter Gäste: Neben aktuellen Regisseurinnen und Regisseuren werden im Rahmen des Jubiläumsprogramm auch zahlreiche Filmschaffende erwartet, die bereits die erste Ausgabe der Filmtage 1966 mitprägten.

Kurz vor Festivalbeginn gaben die Organisatoren aus aktuellen Anlass zwei Änderungen bekannt: Einerseits zeigen sie in Gedenken an die ermordeten Karikaturisten von «Charlie Hebdo» den Dokumentarfilm «Caricaturistes - Fantassins de la démocratie» von Stéphanie Valloatto. Auch der Kurzfilm «Parvaneh» von Talkhon Hamzavi ist neu im Programm; das Werk ist für einen Oscar in der Kurzfilm-Kategorie nominiert.

(sda/dbe/ama)