Sie sind Bürgermeister der Stadt Regen in Bayern. Wie oft nimmt man Sie eigentlich wegen des Ortsnamens hoch?
Robert Sommer: Eigentlich selten, aber zur Zeit kommen schon mal kleine Sticheleien

Und wie häufig werden sie auf Ihren Nachnamen angesprochen, der ja nicht wirklich zum Ort passt?
Wenn man Sommer heisst wie ich, fragen derzeit doch viele wo der Sommer bleibt.

Wie gehen Sie als Herr Sommer aus Regen denn persönlich mit dem nicht-existenten Frühling um?
Für mich ist das kein Problem, da ich ja am Wetter nichts ändern kann, belastet es mich auch nicht. Ich nehme es wie es kommt und mache das Beste daraus. Ich nutze die guten Wasserstände der Flüsse und Bäche und gehe zum Wildwasserfahren mit dem Kajak.

Lockt das schlechte Wetter nun neugierige Besucher nach Regen?
Ich glaube nicht, dass wegen des vielen Regens zur Zeit, Gäste nach Regen kommen. Die Gäste kommen nach Regen, da wir jede Menge andere Vorzüge haben. Was das Wetter anbelangt, so haben wir in Regen sehr wenige Nebeltage und überdurchschnittlich viele Sonnentage. Alles, was man von einer Stadt mit dem Namen Regen nicht erwartet. Unser Trinkwasser ist Spitzenklasse und die Natur ist in Ordnung. Es ist einfach schön hier im Bayerischen Wald.

Regnet es in Regen häufiger als anderswo?
Wir haben eigentlich eher wenig Regentage, aber dieses Jahr ist der Regen seit Wochen in ganz Europa zu Hause. Ich denke in ein paar Tagen ist der Spuk auch wieder vorbei.

Und woher hat die Stadt ihren eher kuriosen Namen?
Die Stadt hat den Namen vom gleichnamigen Fluss Regen, der im tschechischen Böhmerwald entspringt und in Regensburg in die Donau mündet.

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