Ein Jugendlicher eröffnete am Freitag an einer High School bei Seattle im US-Bundesstaat Washington das Feuer auf seine Mitschüler und nahm sich anschliessend das Leben. Die Polizei bestätigte mindestens einen weiteren Toten, mehrere Menschen wurden verletzt.

Der Vorfall ereignete sich in Marysville 55 Kilometer nördlich von Seattle. Die Schüsse fielen offenbar in der Kantine der Schule. Ein Jugendlicher sagte dem lokalen Fernsehsender KIRO, er habe beim Essen plötzlich mehrere Schüsse hinter sich gehört.

Drei Schüler lebensgefährlich verletzt

«Ich habe eine Waffe gesehen, die auf unseren Tisch gerichtet war. Dann bin ich zum Ausgang gerannt», sagte er. Der Notruf ging bei der Polizei um 10.30 Uhr (Ortszeit) ein.

Nach Angaben eines Spitals wurden drei Schüler mit lebensgefährlichen Verletzungen eingeliefert. Die Zeitung «Seattle Times» berichtete auf ihrer Internetseite von insgesamt vier Verletzten. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. Angaben zum möglichen Motiv machte sie nicht.

Die Schulbehörde von Marysville schrieb auf ihrer Internetseite, dass die High School wegen einer "Notfallsituation" abgeriegelt worden sei. Die Schüler wurden aus dem Gebäude geführt und mit Bussen in Sicherheit gebracht. Die Schule wird von rund 2500 Jugendlichen besucht.

Anzeige

In den USA fallen immer wieder tödliche Schüsse in Schulen. Nach dem Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown mit 20 toten Erstklässlern im Dezember 2012 bemühte sich Präsident Barack Obama um schärfere Waffengesetze. Die geplanten Reformen, darunter eine strengere Überprüfung von Waffenkäufern und ein Verbot von halbautomatischen Gewehren, scheiterten aber im Kongress.

(sda/chb)