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Parlamentssitzung
Angst vor Bankermörder – Sicherheit erhöht

Jürgen Hermann: Der mutmassliche Todesschütze ist noch immer flüchtig.   Keystone

Der Mörder von Bankenchef Jürgen Frick wird noch immer gesucht. Da der Todesschütze als gefährlich gilt, tagt das Parlament unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen.

Veröffentlicht am 09.04.2014

Im Fürstentum Liechtenstein hat am Mittwoch die dreitägige Session des Parlaments, des Landtages, unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Vom gesuchten mutmasslichen Todesschützen Jürgen Hermann fehlt nach wie vor jede Spur.

Die Liechtensteiner Landespolizei hat eigenen Angaben zufolge ein Sicherheitsdispositiv für die Landtagssitzungen erstellt und ist vor Ort. Wie die Polizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda weiter bekannt gab, stehen neben dem Landtagsgebäude, in dem das 25-köpfige Parlament tagt, weitere Institutionen unter Polizeischutz. Zum Personenschutz machte die Polizei aus «taktischen Gründen» keine Angaben.

Suche nach Jürgen Hermann

Noch immer wird der Todesschütze von Balzers, Jürgen Hermann, fieberhaft gesucht. Die Polizei nimmt an, der 58-jährige Mann habe Suizid im Rhein begangen. Der Rhein wurde erneut mit Diensthunden sowohl auf Liechtensteiner als auch auf Schweizer Seite abgesucht. Obschon die Polizei von Selbstmord ausgeht, ermittelt sie daneben «in diverse weitere Richtungen» ermittelt. Hermann ist inzwischen weltweit zur Fahndung ausgeschrieben.

Der gesuchte Ex-Fondsmanager und Erfinder hatte am Montagmorgen in der Tiefgarage der Bank Frick in Balzers den Vorsitzenden der Geschäftsleitung des Geldhauses, Jürgen Frick, mit drei Schüssen aus einer Faustfeuerwaffe getötet. Opfer und Täter standen früher in einer geschäftlichen Beziehung zueinander.

Waffe illegal erworben

Schon vor der Bluttat hatte die Polizei mit dem Gesuchten wegen dessen zeitweise aggressiven Verhaltens zu tun. 2012 nahm die Landespolizei Hermann vier Faustfeuerwaffen ab. Die Waffe, mit der Hermann am Montag schoss, wurde illegal erworben. Gefunden wurde sie bislang nicht.

Laut Polizeiangaben kaufte ein Familienmitglied die Tatwaffe im Oktober vorletzten Jahres und führte sie nach Liechtenstein ein. Weitere Abklärungen zur Waffe seien im Gang.

Der Inhalt der Webseite des Tatverdächtigen wurde auf Anordnung der Polizei am Dienstagabend gelöscht. Damit soll die Seite vor Manipulationen durch Drittpersonen geschützt werden, um die polizeilichen Ermittlungen nicht zu behindern.

(sda/me)

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