Die deutsche Supermarktkette Rewe will Obst und Gemüse aus der Verpackung befreien. Dafür testet sie ein Laser-Logo an Bio-Produkten.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, sollen ab Mitte März n zunächst rund 800 Rewe- und Penny-Märkten in Nordrhein-Westfalen Süsskartoffeln und Avocados mit einem Laser-Logo angeboten werden. Die Testphase dauert vier Wochen und soll je nach Resonanz der Kunden ausgeweitet werden.

Das Logo wird auf dem Produkt angebracht

Derzeit sind Verpackungen bei Bio-Obst und Bio-Gemüse laut Rewe nur nötig, um Verwechslungen mit konventioneller Ware zu vermeiden. Per Laser sollen nun die nötigen Konsumenteninformationen, also etwa das Logo, auf dem Produkt angebracht werden.

Rewe zufolge werden durch die sogenannte natürliche Etikettierung nur Pigmente der äussersten Schalenschicht abgetragen – Geschmack, Qualität und Haltbarkeit sollen gleich bleiben. Demnach ist es aber auch möglich, das Laser-Logo an Früchten anzubringen, deren Schale mitgegessen wird.

Es geht um die Umwelt

Das Unternehmen will nach eigenen Angaben langfristig «unnötige Verpackungen komplett aus den Regalen verbannen». Derzeit schafft etwa die Rewe-Tochter Penny wie zuvor schon andere Detailhändler die Plastiktüte ab und belohnt Kunden, die die hauseigene Recycling-Tüte mitbringen, mit einem Rabatt auf ihren Einkauf.

Auch in der Schweiz wollen die Detailhändler die kleinen Gratis-Plastiktüten von den meisten Kassen verbannen. Stattdessen sollen die Kunden dafür zahlen. Eine entsprechende Vereinbarung soll den Verbrauch der Wegwerf-Plastiksäcke um 80 Prozent verringern. Bis Anfang 2018 soll sie umgesetzt sein. Die Detailhändler kamen mit der Branchenvereinbarung einer gesetzlichen Regelung zuvor.

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(sda/mbü/gku)