Australiens Ministerpräsident Tony Abbott sieht sich wieder einmal mit Sexismusvorwürfen konfrontiert. Diesmal geht es um seine Reaktion auf einen Anruf beim Radiosender ABC in Melbourne.

Die Anruferin beklagte, sie müsse ihre magere Rente mit Arbeit in einer Telefonsex-Hotline aufbessern. Ein in australischen Medien und im Internet verbreitetes Video zeigt, wie der konservative Politiker an diesem Punkt grinst und dem Radiomoderator im Studio zuzwinkert.

«Schleimiges» Verhalten

Der Ministerpräsident habe nur andeuten wollen, dass er den Anruf annehmen werde, sagte eine Mitarbeiterin Abbotts. Er selbst entschuldigte sich für das Zwinkern. Die Anruferin bezeichnete Abbotts Verhalten als «schleimig», wie ABC berichtete.

Abbott war in der Vergangenheit wiederholt Sexismus vorgeworfen worden. So pries er zum Beispiel im Wahlkampf 2013 den Sex-Appeal einer Kandidatin. Auch die frühere Labor-Ministerpräsidentin Julia Gillard sah sich frauenfeindlichen Angriffen von Abbott und seiner Partei ausgesetzt.

(sda/dbe/sim)