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Behörden sollen Opel retten

Der Traditionskonzern Opel ist seit geraumer Zeit in finanzieller Bedrängnis. (Bild: Keystone)

Werbekampagne von höchster politischer Stelle: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck fordert, dass die öffentliche Hand mehr Opel fahren solle.

Veröffentlicht am 16.08.2012

Der angeschlagene Autobauer Opel bekommt verbale Hilfe aus der Politik. Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, ruft laut Bericht auf «Financial Times Deutschland» (FTD) dazu auf, dass die öffentliche Hand verstärkt Fahrzeuge der General-Motors-Tochter kaufen soll.

Es gebe nur wenige Möglichkeiten, wie der Staat Opel unter die Arme greifen könne, sagte der SPD-Politiker in Mainz nach einem Telefonat mit Opel-Betriebsräten. Behörden und öffentliche Institutionen könnten bei vergleichbaren Angeboten laut FTD-Bericht «stärker zu der Marke» Opel greifen.

Dass der Staat seinen Autobauern hilft, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Frankreich kurbelt mit Hilfe von Prämien den Kauf von Elektroautos und Fahrzeugen mit Hybridantrieb an - und in China sollen Beamte Fahrzeuge aus heimischer Produktion als Dienstwagen fahren.

Solche Hilfen kommen aber meist der gesamten Industrie oder zumindest mehreren unterschiedlichen Unternehmen zu Gute. Ungewöhnlich ist dagegen, dass ein Politiker, wie im Falle Becks, zum Kauf einer bestimmten Marke aufruft, so der Bericht.

(vst/jev)

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