Die Berichterstattung über den unehelichen Sohn von Fürst Albert von Monaco in der französischen Zeitschrift «Paris Match» im Jahr 2005 war rechtens. Das entschied am Donnerstag der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.

«Paris Match» hatte wegen eines früheren Urteils gegen den französischen Staat geklagt. Die Hochglanz-Illustrierte hatte 2005 über Alberts unehelichen Sohn Alexandre mit der Flugbegleiterin Nicole Coste berichtet. Ein Foto zeigte Albert mit einem Baby.

Vertoss gegen Informationsfreiheit

Albert hatte die Zeitschrift noch im selben Jahr wegen Verletzung seiner Privatsphäre erfolgreich auf 50'000 Euro verklagt. Ausserdem musste die «Paris Match» damals das Urteil im Blatt drucken. Jedoch erkannte er das Kind als Sohn an.

Die Strassburger Richter konnten dieses Urteil beim Prozess am Donnerstag zwar nicht aufheben. Sie sahen in der damaligen Entscheidung aber einen Verstoss gegen die Meinungs- und Informationsfreiheit. Ihr Hauptargument: Die Mutter habe die Bekanntgabe von Alberts Vaterschaft gewollt. Diese sei daher kein privater Vorgang gewesen.

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(sda/me)