Der Bund soll die Zucht von Bisons finanziell stärker unterstützen. Der Bundesrat ist bereit, die Subventionen zu erhöhen, wie er in einer Antwort auf einen entsprechenden Vorstoss schreibt. Er will jedoch nicht so weit gehen, wie dies 26 Parlamentarier von links bis rechts gefordert hatten.

Bisonzüchter würden diskriminiert, heisst es in der Motion, die von der Genfer SVP-Nationalrätion Céline Amaudruz eingereicht und von Nationalräten aus fast allen Parteien unterschrieben wurde. Sie fordern, dass die Zucht von Bisons vom Bund in gleicher Weise finanziell unterstützt werden soll wie diejenige von allen Rinderarten.

Bundesrat prüft Erhöhung

Der Bundesrat zeigt sich in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort bereit, die Subventionen für die Bisonzucht zu erhöhen. Dazu will er einen Vorschlag in die Anhörung geben. Bisonhalter sollen den Mindesttierbesatz wie die Rindviehhalter erreichen können und damit die gleichen Beiträge erhalten.

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Auch für regelmässigen Auslauf im Freien möchte der Bundesrat den Bisonhaltern Beiträge zahlen - allerdings nur unter einer Bedingung: Die Branche muss zuvor Haltungsanforderungen festlegen, die über das Niveau der schweizerischen Tierschutzgesetzgebung hinausgehen.

Keine Sömmerungsbeiträge

Nicht in Frage kommen für den Bundesrat Alpungs- und Sömmerungsbeiträge, da Bisons gemäss der Tierschutzgesetzgebung in festen Gehegen gehalten werden müssen. Feste Gehege aber würden das Recht auf die freie Zugänglichkeit von Weiden im Sömmerungsgebiet stark einschränken, schreibt der Bundesrat.

Keine Subventionen soll es auch für besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme geben - aus einem einfachen Grund: Die Stallhaltung von Bisons ist nicht erlaubt.

(sda/gku)