Bombenalarm beim Middle East Airlines Flug von Genf nach Beirut. Kurz nach dem Start benachrichtigten die Schweizer Behörden gestern Sonntag die Besatzung des Airbus A320 der libanesischen Fluggesellschaft. Mit an Bord ist offenbar ein passagierloses Gepäckstück, der Pilot entschliesst sich zu einer ungeplanten Zwischenlandung.

Kurz nach der Warnung tauchten zwei italienische Eurofighter-Kampfjets neben dem Passagierflugzeug auf, berichtet das Nachrichtenportal Aerotelegraph. Diese eskortierten das Flugzeug zum Flughafen Rom-Fiumicino, wo die Einsatzkräfte bei der Durchsuchung aber keine Bombe fanden.

In der Schweiz weiss man von nichts

Der falsche Alarm wurde offenbar ausgelöst, weil ein Passagier die Reise nicht angetreten, sein Gepäck aber bereits aufgegeben hatte. Bei der Schweizer Flugsicherungsgesellschaft Skyguide weiss man nichts von der Sache. Der Vorfall müsse über italienischem Luftraum passiert sein, sagt ein Skyguide-Sprecher auf Nachfrage von handelszeitung.ch. «Wäre der Alarm noch in der Schweiz ausgelöst worden, hätten wir Kenntnis vom Vorfall».

Auch bei der Luftwaffe hat man keine weiteren Informationen. Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa sagte: «Zuständig ist jeweils die Luftwaffe des Landes, in dem sich das Flugzeug befindet.» In der Schweiz werde aber von Fall zu Fall entschieden, ob es sich lohne, eigene Kampfflugzeuge aufsteigen zu lassen, wenn eine Maschine bereits von einer befreundeten Luftwaffe begleitet werde.

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