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Bye Bye Greece: Die Briten wetten darauf

Die meisten Wettbüros nehmen Wetten auf den Euro-Austritt Griechenlands nicht mehr an. (Bild: Keystone)

Zuerst wurde die Gewinnquote bis auf 1:4 heruntergefahren - jetzt haben die meisten britischen Wettbüros diese Wetten ganz eingestellt: Zu viele Leute haben auf einen Austritt Griechenlands aus der Eu

Veröffentlicht am 10.05.2012

Die notorisch euro-skeptischen Briten wollen gleich in Scharen darauf wetten, dass Griechenland die Euro-Zone verlässt. Der Andrang ist so gross, dass die renommiertesten Wettbüros des Landes jetzt aus Furcht vor hohen Verlusten nicht mehr dagegenhalten wollen.

Die meisten Wettbüros auf der Insel nehmen entsprechende Wetten ganz einfach nicht mehr an, weil sie ihnen zu riskant sind. «Griechenland ist seit langem der heisseste Favorit für den ersten Euro-Austritt», erklärte ein Sprecher des Wettbüros William Hill am Donnerstag. «Dann wurde es jedoch zunehmend das einzige Land, auf das die Leute setzen wollten.»

Der Buchmacher reduzierte die Gewinnquote wiederholt auf bis zu 1:4, bevor er diese Wetten ganz einstellte.

Beim Rivalen Ladbrokes sieht es ganz ähnlich aus. «Es ist für uns sicherer, die Wetten einzustellen, als die Gewinnquoten immer weiter zu senken», erläutert ein Sprecher. «Allein in den vergangenen Tagen mussten wir die Quoten mehrfach senken.»

Für hartnäckige Wett-Fans gibt es aber noch immer Möglichkeiten, über Umwege auf den Austritt Griechenlands zu spekulieren. So schlägt Ladbrokes etwa noch immer auf die Wette ein, dass der griechische Aktienmarkt noch in diesem Jahr an einem einzigen Tag um 25 Prozent abstürzt.

Für hartgesottene Anhänger von Untergangszenarien bietet sich sogar ein Einsatz darauf an, dass der Euro bis Ende des Jahres gar nicht mehr existiert - mit der Gewinnquote 33:1. Wer glaubt, dass der Euro Ende 2015 Geschichte ist, muss sich mit einer Quote von 5:6 begnügen.

(rcv/sda)

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