Campen verliert weiter an Attraktivität: Zum fünften Mal in Folge war die Zahl der Übernachtungen auf Schweizer Campingplätzen 2014 rückläufig. Der Rückgang wird vom Bundesamt für Statistik (BFS) auf 6,7 Prozent beziffert. Seit 2009 ergibt sich damit ein Taucher um über ein Viertel.

Die 412 erfassten Campingplätze verbuchten im vergangenen Jahr noch 2,7 Millionen Logiernächte, wie das BFS mitteilte. Die Übernachtungen in den Monaten Juli und August, die mehr als die Hälfte der jährlichen Nachfrage ausmachen, gingen um 18 Prozent zurück. Ein Grund dafür dürfte das trübe Wetter in diesen wichtigen Monaten gewesen sein.

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Deutlich weniger Ausländer

Besonders deutlich war der Einbruch im vergangenen Jahr bei den ausländischen Gästen. Hier gingen die Übernachtungen um über 10 Prozent auf 1 Million zurück. Mit rund 4 Prozent war der Rückgang bei den Schweizer Campern (1,6 Millionen Logiernächte) deutlich geringer.

Klar fiel das Minus bei den beiden wichtigsten ausländischen Gästegruppen aus: Die Logiernächte der Deutschen sanken um 7,4 Prozent auf 403'000 und jene der Niederländer um 15,9 Prozent auf 266'000.

Alle Regionen betroffen

In allen Regionen verloren die Campingplätze deutlich Gäste. Am geringsten war der Einbruch in der wichtigsten Destination Tessin (minus 3,8 Prozent auf 695'000 Logiernächte). Es folgen das Wallis (minus 6,7 Prozent auf 379'000 Logiernächte) und das Berner Oberland (minus 9,6 Prozent auf 286'000 Logiernächte).

Weiterhin grosser Beliebtheit erfreuen sich Jugendherbergen. Das BFS bestätigt mit seinen definitiven Zahlen weitgehend die Mitte Januar veröffentlichten Angaben der Schweizer Jugendherbergen. Laut BFS stieg die Zahl der Übernachtungen der 52 erfassten Jugendherbergen 2014 um 0,4 Prozent auf 951'000 Logiernächte.

(sda/tno/ama)