Im Ceneri-Basistunnel hat mit dem Einbau der Bahntechnik die letzte Bauetappe begonnen. In drei Jahren soll der 15,4 Kilometer lange Bahntunnel zwischen Camorino und Vezia im Tessin in Betrieb genommen werden können.

Wie die Alptransit Gotthard AG am Donnerstag mitteilte, ist beim Nordportal mit dem Einbau der Bahntechnik begonnen worden. In der Oströhre wurden bereits 200 Meter Fahrbahn einbetoniert.

Von allen Seiten

Zur Zeit werde die Qualität der eingebauten Fahrbahn geprüft, teilte Alptransit mit. Anschliessend könnten die Gleisbauspezialisten mit dem Einbau der Fahrbahn Richtung Südportal weiterfahren. Auch in der Weströhre würden bald die Arbeiten aufgenommen.

Die Fahrbahn im Ceneri-Basistunnel ist schotterlos. Nach deren Einbau werde die aus Stromschienen bestehende Fahrleitung montiert sowie die elektrischen Anlagen für die Stromversorgung, die Telekommunikationsanlagen, die Leittechnik und die Sicherungsanlagen, teilte Alptransit mit.

200 Arbeiter für die Bahntechnik

Zwischen 2007 und 2016 hatte der Rohbau des Tunnels stattgefunden. Ab Herbst 2016 wurde bei Camorino mit dem Aufbau des Installationsplatzes für die aktuelle Bauetappe begonnen. Diese logistische Basis ist 60'000 Quadratmeter gross. Zu Spitzenzeiten würden bis zu 200 Personen im Basistunnel mit dem Einbau der Bahntechnik beschäftigt sein, teilte Alptransit mit.

Im Frühling 2020 will Alptransit den Testbetrieb im Tunnel starten. Darauf wird die SBB den Probebetrieb durchführen. Im Dezember 2020 soll der Basistunnel für den fahrplanmässigen Betrieb bereit sein.

Drei Röhren

Mit dem Ceneri-Basistunnel wird von Altdorf bis Lugano eine durchgehende Flachbahn Realität werden. Der Tunnel besteht aus zwei Einspurröhren. Alle 325 Meter sind die Röhren durch Querschläge verbunden.

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(sda/jfr)