Die UNO-Kulturorganisation UNESCO hat bei ihrer jährlichen Konferenz in Bonn elf weitere Stätten auf die Welterbeliste aufgenommen. Dazu gehören unter anderen die Weinbauparzellen im französischen Burgund sowie die Weinberge der Champagne.

Mit dem Botanischen Garten in Singapur hat der südostasiatische Stadtstaat zum ersten Mal ebenfalls eine Welterbestätte, wie die UNESCO mitteilte. Weitere Stätten liegen im Iran, in Dänemark, China und Südkorea sowie in der Mongolei und der Türkei.

Champagner-Herstellung als hohe Kunst

Die UNESCO erklärte zur Aufnahme der Weinberge, -Häuser und -Keller in der Champagne, diese zeugten von «den Ursprüngen und der Entwicklung des traditionellen Weinbaus» in der Region. Eine Vielzahl historischer Produktions- und Vertriebsstätten gäben zudem «Einblicke in die hohe Kunst der Champagner-Herstellung».

Zu den Weinbauparzellen in Burgund hiess es, diese erstreckten sich «wie ein Mosaik über die Hanglagen zwischen Dijon und Santenay» und stellten eine «aussergewöhnliche Kulturlandschaft» dar.

Keine Bewerbungen aus der Schweiz

Am Sonntag berät das Komitee über weitere Vorschläge für die Liste, darunter die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus in Hamburg sowie der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft im Saale-Unstrut-Gebiet.

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Bereits am Freitag wurden vier Stätten als Kultur- und Naturerbe anerkannt, unter ihnen die arabisch-normannische Altstadt von Palermo auf Sizilien. Nominiert sind in diesem Jahr insgesamt 36 Stätten. Die Schweiz reichte in diesem Jahr keine Bewerbungen ein.

(sda/mbü)