Die Aufrichtung des havarierten Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia hat sich am heutigen Montag verzögert. Wegen heftigen Regenfällen während der Nacht musste der Einsatz, der um 6.00 Uhr beginnen sollte, um zwei Stunden verschoben werden,

Dies berichtete der Fernsehsender RAI. Der Meeresraum rund um den havarierten Luxusliner wurde gesperrt. In der Nacht auf Montag war es auf der Insel Giglio zu Gewittern und Regenfällen gekommen.

Die Wetterlage werde die Operation nicht beeinträchtigen, versicherten Experten des italo-amerikanischen Konsortiums Titan Micoperi, das für die Aufrichtung des im Januar 2012 havarierten Kreuzfahrtschiffes zuständig ist.

Entscheidende Startphase

Der Einsatz wird zehn bis zwölf Stunden dauern. Die ersten fünf Stunden sind jedoch entscheidend, um festzustellen, ob die 56 Stahlseile in der Lage sein werden, das Schiff von den Felsen zu heben, auf denen es seit der Havarie ruht.

350 Journalisten sind akkreditiert, um über die spektakuläre Aktion zu berichten. Der Einsatz zur Aufrichtung des umgekippten Kreuzfahrtschiffs soll 600 Millionen Euro kosten. 500 Personen sind im Einsatz, um das Schiff hoch zu hieven.

Anzeige

Das Wrack, das mit Hunderten Zementsäcken und einer fussballfeldgrossen Metallplattform gestützt wurde, damit es nicht vom Felsen ins tiefere Gewässer abgleitet, soll mit Hilfe von Stahlseilen und Flaschenzügen in die Vertikale gebracht werden. Sollte das Schiff aufgerichtet werden, wird die Suche nach den beiden noch vermissten des Unglücks beginnen.

(sda/vst/jev)